Die Hugen­du­bels über ihren Weg aus der Kri­se

Hugendubel hat derzeit über 100 Filialen in Deutschland − mit 1.700 Beschäftigten.

Vor drei Jahren stand der Buchhandel Hugendubel kurz vor dem Aus. Doch das Unternehmen hat die Krise überwunden.

Die Hugendubels wissen, wie es ist, wenn das eigene Unternehmen schwere Zeiten durchlebt. Die wohl größte Krise musste die Buchhandelskette vor drei Jahren im Zuge der Pleite des DBH-Partners Weltbild meistern. Wie ernst die Lage damals war, berichten Nina und Maximilian Hugendubel nun im Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Wir haben in den Abgrund geschaut“, erinnert sich Maximilian Hugendubel. Der Münchener Buchfilialist sei von der Insolvenz des Augsburger Unternehmens überrascht worden.

Die Weltbild-Insolvenzverwalter hätten damals mit einer Anschlussinsolvenz von Hugendubel gerechnet, doch die beiden Buchhändler konnten bei den Verhandlungen mit den Banken überzeugen und frisches Kapital für sich gewinnen. Ausschlaggebend war unter anderem, dass der Buchfilialist bereits mit der Restrukturierung begonnen hatte. Einziger Haken: eine für Hugendubel „sehr ungünstige Finanzierung“.

Schließung von Standorten

Wieviel die Krise das Unternehmen gekostet hat, konnte die Süddeutsche den Geschwistern nicht entlocken. Inzwischen jedoch geht es bergauf: Mit dem neuen Konzept – kleinere Filialen, die „Begegnungsstätten“ sein sollen – will man nun die neuen Herausforderungen angehen, und denkt schon wieder über Expansion nach: „Da gibt es viele Ideen, wir schauen uns zum Beispiel Flughäfen und Bahnhöfe an.“

Gleichzeitig werden unrentable Filialen abgestoßen: Innerhalb kurzer Zeit wurde die Schließung von gleich zwei Standorten wegen Unwirtschaftlichkeit bekannt gegeben, berichtet das Property Magazin. Sowohl die beiden Filialen in Göttingen als auch die Zweigstellen in Bochum werden bis Ende Janur 2018 dicht gemacht.

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