Das Digital Capability Center (DCC) ist eine neuartige Lernfabrik mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0.

Eine neue Lernfabrik für digitale Transformation lehrt praxisnah den Nutzen und Einsatz neuester Technologien.

Der Forschungsstandort Aachen ist um ein einmaliges Angebot reicher: Vor Kurzem eröffnete mit dem Digital Capability Center (DCC) eine neuartige Lernfabrik mit dem Schwerpunkt Industrie 4.0. In einer realitätsgetreuen Fabrikumgebung erhalten Fach- und Führungskräfte produzierender Unternehmen sowie angehende Ingenieure das Handwerkszeug, um die digitale Transformation im eigenen Unternehmen voranzutreiben. Das Motto: erkunden, ausprobieren, anwenden. Das DCC ist eine Kooperation der Unternehmensberatung McKinsey & Company, des Instituts für Textiltechnik (ITA) der RWTH Aachen University und führenden Technologieunternehmen wie dem Softwareanbieter PTC. Das DCC ist das erste seiner Art weltweit – weitere DCCs werden von McKinsey in diesem Jahr noch in Singapur, Chicago, Peking und Venedig eröffnet.

Die praxisnahen Workshops im DCC helfen Unternehmen, sich dem Thema Industrie 4.0 systematisch und zielgerichtet zu nähern. Sie lernen, wo und wie neueste Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette eingesetzt werden können – von der ersten Kundenanfrage über die Entwicklung, Produktion und Auslieferung bis zum Servicegeschäft. Aber auch die Anforderungen an das Management sowie die Befähigung der Mitarbeiter und die allgemeine Akzeptanz der mit der Transformation einhergehenden Veränderungen werden thematisiert. Workshop-Teilnehmer erarbeiten konkrete Lösungen für ihre individuelle Problemstellung und erhalten Einblick in zentrale digitale Lösungen und Technologien wie Echtzeit-Diagnosewerkzeuge, Big Data Analytics, prädiktive Instandhaltung, digitales Performancemanagement, 3D-Druck oder kollaborative Roboter.

Industrie 4.0 – Chance und Herausforderung für Unternehmen

„Viele Unternehmen haben sich bereits mit dem Thema Industrie 4.0 auseinandergesetzt, doch oft hapert es an der Umsetzung. Das Angebot des DCC hilft Unternehmen, den konkreten Mehrwert einer digitalisierten Produktion zu realisieren“, sagte McKinsey-Seniorpartner Christoph Schmitz vor Journalisten am Freitag. Das Thema sei für die Wirtschaft eine riesige Herausforderung und Chance zugleich. McKinsey habe das weltweite DCC-Netzwerk gegründet als Antwort auf die Frage, was Industrie 4.0 in der Praxis für Unternehmen bedeute und wie digitale Transformation tatsächlich gelingen könne. Christoph Schmitz: „Durch den Einsatz von Industrie-4.0-Technologien können Unternehmen ihre Instandhaltungskosten und Ausfallzeiten von Maschinen um bis zu 50% reduzieren und ihre Produktivität um bis zu 55 Prozent erhöhen.“ Die notwendigen Technologien dazu seien heute bereits überwiegend vorhanden. „Meist scheitert es in der Praxis an den benötigten vielseitigen, interdisziplinären Fähigkeiten, um die relevanten Technologien auszuwählen und diese zielgerichtet einzuführen.“

Anspruch des DCC ist es, dass Workshop-Teilnehmer die weltweit neuesten digitalen Technologien kennen lernen und anwenden können. Das international tätige Softwareunternehmen PTC bringt deshalb seine Expertise im Bereich Internet der Dinge (Vernetzung von Mensch und Maschine) sowie Augmented Reality ein. „Unsere Technologien befähigen Unternehmen, die Brücke zwischen physischer und digitaler Welt zu schlagen“, sagte Kathleen Milford, Executive Vice President von PTC. „Das DCC bietet Unternehmen das perfekte Setting, um ihre eigene digitale Transformation zu beginnen.“

Weitere Informationen zum Digital Capability Center finden Sie unter www.dcc-aachen.com

Bild: McKinsey

Der Beitrag Wirtschaftlicher Erfolg durch Industrie 4.0 erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.