Vosla war als VEB Glühlampenwerk Plauen 1948 gegründet worden.

Die Restrukturierung der Vosla GmbH in Plauen läuft. Bei der Neuausrichtung des Betriebs ist Personalabbau unumgänglich.

Die Vosla GmbH in Plauen stellt sich neu auf. Um das Überleben des Traditionsunternehmens zu sichern und den Wegfall des wichtigsten Kunden im Sommer 2017 zu kompensieren, muss das Unternehmen Personal abbauen. Voraussichtlich sollen etwa 100 Arbeitsplätze gestrichen werden, berichtet das Plauener Online-Magazin Spitzenstadt.

Anfang Februar hatte die Vosla GmbH ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt, da das Unternehmen überschuldet war. Da einer der Hauptkunden wegfallen wird, war eine Sanierung nötig geworden. Vosla gehörte bis vor fünf Jahren zum Philips Konzern und wurde im Rahmen einer Ausgliederung verkauft. Im Zuge dessen wurde ein fünfjähriger Rahmenvertrag mit einer Abnahme-Garantie mit Philips geschlossen. Dieser läuft im August 2017 aus und wird nur noch in einem reduzierten Umfang für zunächst zwei Jahre weitergeführt.

Neue Kundengruppen sollen erschlossen werden

Derzeit erarbeitet die Geschäftsführung gemeinsam mit dem Management eine Strategie für die Neuausrichtung. „Ein Hauptaugenmerk liegt darauf, den Vertrieb deutlich auszubauen. So wollen wir unsere Position bei wesentlichen Kunden optimieren, und gleichzeitig müssen wir dringend neue Kundengruppen erschließen“, erklärt Vosla-Geschäftsführer Michael Waubk. Zeitgleich wird ein geeigneter Investor zur Sicherung der mittel- bis langfristigen Finanzierung gesucht.

Am 1. April soll das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung planmäßig eröffnet werden. Auch in dieser Phase des Verfahrens bleibt die unternehmerische Verantwortung in den Händen des Plauener Unternehmens selbst. Ein Sachwalter wird die Restrukturierung begleiten und überwachen. „Das Unternehmen hat noch eine schwierige Zeit vor sich. Die Verhandlung des Sanierungstarifvertrages, die Entwicklung der strategischen Neuausrichtung, die Stärkung des Vertriebes und die Suche nach einem finanzstarken Investors sind die wesentlichen Aufgaben der Geschäftsführung in den nächsten Wochen“, so der vorläufige Sachwalter.

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