Der FSV musste Insolvenz anmelden.

Ohne Profifußball wäre das für 30 Millionen Euro ausgebaute Stadion für Frankfurt eine sehr teure Fehlinvestition.

Nach der Insolvenz des FSV Frankfurt hat die Stadt ein Problem: Ohne Profifußball würde sich das für 30 Millionen Euro ausgebaute Stadion am Bornheimer Hang als teure Fehlinvestition entpuppen. Die Stadt ist Gläubigerin der zahlungsunfähigen Gesellschaft, hat ihr angesichts der Notlage Miete und Betriebskosten für das Stadion am Bornheimer Hang gestundet. Um wie viel Geld es genau geht, dazu gibt es laut der Frankfurter Neuen Presse noch keine belastbaren Zahlen.

Doch nicht nur die Betriebskosten sind ein Problem. Das Stadion am Bornheimer Hang, das die Stadt für 30 Millionen Euro zweitligatauglich gemacht hat, wird wohl auf absehbarer Zeit nicht angemessen genutzt. Mit dem voraussichtlichen Abstieg des FSV in die Regionalliga muss der Betreibervertrag für das Stadion neu verhandelt werden. Dabei wird wohl eine deutlich niedrigere Miete herauskommen. Aus der Vorstellung der Stadt, mit den Zahlungen des FSV einen Teil ihrer Investitionen wieder hereinzubekommen, wird erst einmal nichts. Dennoch kündigte Sportdezernent Markus Frank (CDU) an, man wolle dem Verein helfen, wieder auf die Beine zu kommen – wenn auch nicht mit Geld. In Sachen Zuschauerzahlen sieht Hans-Joachim Otto, ehemaliger FDP-Bundestagsabgeordneter und Mitglied des FSV-Aufsichtsrats, in der Regionalliga sogar bessere Chancen als zuvor. Denn dann würde der FSV attraktive Traditionsvereine wie Kickers Offenbach, Hessen Kassel oder Waldhof Mannheim zu Gast haben. Otto sieht deshalb gute Chancen für einen Neustart.

 

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