Joachim Exner betreut das Unternehmen als vorläufiger Insolvenzverwalter.

Der Geschäftsbetrieb des international tätigen Automobilzulieferers wird auch im  Insolvenzverfahren fortgeführt.

Seit mehr als 30 Jahren gehört Schäfer Oesterle zu den führenden Zulieferern der Automobil-Industrie und produziert an drei Standorten in Ungarn und Deutschland mit insgesamt 448 Arbeitnehmern für hochwertige Innenraumoberflächen von Premium-Fahrzeugen. Nun will sich das Würzburger Unternehmen über ein Insolvenzverfahren sanieren. Der Geschäftsbetrieb dsoll auch im vorläufigen Insolvenzverfahren in vollem Umfang fortgeführt werden. Alle Aufträge und Leistungen werden weiterhin pünktlich erbracht. Die Kunden, deutsche und europäische Premium-Automarken sowie international tätige „First Tier Supplier“, haben dem Unternehmen bereits ihre Unterstützung zugesagt.

„Schäfer Oesterle ist ein hochspezialisiertes Unternehmen mit enormer Erfahrung und wettbewerbsfähigen Produkten“ betonte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Joachim Exner, Partner der Kanzlei Dr. Beck und Partner. „Insofern sehe ich gute Aussichten für eine nachhaltige Sanierung des Geschäftsbetriebs.“ Unmittelbar nach seiner Bestellung in der vergangenen Woche hat sich Exner in Gesprächen mit der Geschäftsführung ein erstes Bild der Lage gemacht. Zudem nahm der vorläufige Insolvenzverwalter Gespräche mit Lieferanten und Kunden auf, um die Fortführung des Geschäftsbetriebes zu sichern. „Alle Partner gehen sehr professionell mit der Situation um und halten Schäfer Oesterle auch in dieser schwierigen Zeit die Stange.“

Gehälter über Insolvenzgeld gesichert

Die Löhne und Gehälter der 166 Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert. „Die Mitarbeiter haben gefasst reagiert und sind weiterhin mit vollem Engagement bei der Sache“, ergänzte Exner. Die 282 Arbeitnehmer des ungarischen Schäfer Oesterle-Standortes sind nicht von Insolvenz betroffen.

Die Schäfer Oesterle GmbH hatte in den vergangenen Jahren zahlreiche Neuaufträge und ein starkes Umsatzwachstum zu verzeichnen. In der Folge kam es zu Problemen bei Produktionsanläufen und den erforderlichen Zwischenfinanzierungen. Die Geschäftsführung fasste schließlich den Entschluss, die nötigen Sanierungsschritte über ein Insolvenzverfahren umzusetzen. Insbesondere soll ein Investor gewonnen werden, um die Neuaufstellung des Unternehmens zu erreichen.

Neben dem Standort Würzburg unterhält das Unternehmen noch eine kleinere Fertigung im baden-württembergischen Backnang, wo Individualaufträge produziert werden.

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