Agent Provocateur geht’s an die Wäsche.

Nachdem das Stammhaus des Dessoushersteller Insolvenz angemeldet hat, ist nun auch die Wiener Tochterfirma pleite.

Nachdem die flaue Konjunktur, aber auch strukturelle Probleme und überbordende Kosten dem englischen Dessoushersteller Agent Provocateur schon eine Weile zugesetzt hatten, musste das Mutterunternehmen in London Anfang März Insolvenz anmelden. Nun rutschen auch die selbstständigen Boutiquen des einst hippen Nobel-Wäscheherstellers in die Pleite, berichtet Trend. „Seit einiger Zeit erfolgen keine neuen Warenlieferungen an die Tochter in Österreich“, heißt es beim KSV1870. Erwischt hat es nun die Wiener Dependance der Provocateure. Die Boutique hat Schulden in Höhe von 180.000 Euro angehäuft und musste Insolvenz anmelden. Betroffen von der Pleite sind auch sechs Beschäftigte.

Die englische Nobelmarke wurde 1994 von Joe Corré, Sohn der Designerin Vivienne Westwood, und Ex-Frau Serena Rees gegründet. Im Jahr 2007 hatte das Paar das Unternehmen nach der Scheidung verkauft. Agent Provocateur hat weltweit in 30 Ländern rund 600 Mitarbeiter beschäftigt. Inzwischen hat das Unternehmen angekündigt, auch seine vier Nobelboutiquen in Australien zu schließen.

Die Investmentgesellschaft Four Holdings von Mike Ashley, der auch Eigentümer des Sportartikel-Diskonters Sports Direct ist, soll die Agent Provocateur Ltd. angeblich übernehmen. Der britische Investor soll angeblich 30 Millionen Pfund (35,07 Millionen Euro) geboten haben.

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