Die Digitalisierung ist ein Zeitalter der disruptiven Veränderungen und Unruhen, das von Unternehmen effiziente Flexibilität und radikale Innovation fordert.

Die Human Capital Trendstudie 2017 skizziert die wichtigsten Spielregeln für Unternehmen im digitalen Zeitalter.

Technologien entwickeln sich in einer noch nie dagewesenen Geschwindigkeit. Unternehmen haben oft Schwierigkeiten, bei diesem Tempo mitzuhalten. Die Folgen der Digitalisierung stehen darum in vielen Konzernen auf der Agenda. Dazu gehören der gezielte Aufbau einer flexiblen und dynamischen Organisation, eine neue Führungskultur sowie lebenslange Lern- und Karrierekonzepte, die nicht mehr unbedingt linear verlaufen. Auch bei HR-Abteilungen findet sich das Thema „digitale Führung“ darum ganz oben auf der Prioritätenliste. Das ist das Ergebnis der Human Capital Trendstudie von Deloitte.

Zeitgemäße „digitale Führung“ betrifft dabei weniger Einzelpersonen als vielmehr die gemeinschaftliche Teamleistung. Der interdisziplinäre Ansatz wird dabei von einer Risikotoleranz sowie einer kontinuierlichen Lern- und Optimierungskultur ergänzt. Hier sind über zwei Drittel der Unternehmen gegenwärtig noch nicht gut aufgestellt. Ähnlich ist das Bild bei der Datenlage, die für eine erfolgreiche digitale Transformation notwendig ist. Bislang hat die Hälfte der Studienteilnehmer kaum Lösungen gefunden, Echtzeit-Leistungsinformationen in Gestalt von Analysen, Reports oder Dashboards zur Verfügung zu stellen. Folglich gibt es noch viel zu tun. Die Deloitte-Studie hat drum die fünf wichtigsten HR-Trends für 2017 ausgemacht:

1. Organisation der Zukunft – Der Anfang ist gemacht

Beeinflusst durch den fortlaufenden Wandel und den konstanten Druck sich anzupassen, ist der Aufbau einer „Organisation der Zukunft“ die größte Herausforderung 2017. Dabei geht es nicht darum, neue Organigramme zu entwerfen, sondern flexible Ökosysteme und Netzwerke zu entwickeln, die sich selbst neu organisieren können. Organisatorische Agilität ist für Unternehmen im digitalen Zeitalter ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

2. Führung im Umbruch – Die Antwort auf den digitalen Wandel

Während sich Unternehmen verändern und digitale Geschäftsmodelle weiterentwickeln, muss sich auch die Unternehmensführung weiterentwickeln. Organisationen benötigen wandelbare, vielseitige sowie junge Führungskräfte und -konzepte, die auf die Digitalisierung und ihre Auswirkungen reagieren können. Allerdings bezeichnen zwei Drittel der Befragten ihre eigenen Trainingsprogramme in dieser Hinsicht als mangelhaft.

3. Karriere und Lernen – Neue Treiber für ein erfolgreiches Arbeitsleben

Das Konzept der Karriere wird von Grund auf neu gedacht – lebenslanges Lernen und die Möglichkeit, in Eigenverantwortung schnell neue Fähigkeiten aufzubauen, ist für Mitarbeiter zunehmend wichtig. Moderne Lernmodelle hinterfragen die bisher statischen Karrierewege und zeigen, wie wichtig es ist, sich als Mitarbeiter fortlaufend weiterzuentwickeln, um in einer dynamischen Arbeitswelt Schritt zu halten.

4. Talent Acquisition – Digitales Recruiting als Erfolgsfaktor

Neue Arbeitsanforderungen und ein sich laufend änderndes Anforderungsprofil erfordern das kontinuierliche Recruiting neuer Talente. Soziale Netzwerke, Analysen und kognitive Tools helfen führenden Unternehmen dabei, sich als globale Marke zu positionieren, Mitarbeiter über neue Kanäle zu identifizieren und die Kandidaten zu erkennen, die am besten zum Job, dem Team und der Unternehmenskultur passen.

5. Digital HR – Der digitale Arbeitsplatz als Modell der Zukunft

Während sich Unternehmen im Zuge der Digitalisierung verändern, muss der HR-Bereich zum Vorreiter des digitalen Wandels werden. Dazu gehört auch die Digitalisierung der HR-Plattformen, um digitale Arbeitsplätze zu schaffen, in denen Mitarbeiter virtuell und selbstständig zusammenarbeiten und kommunizieren können.

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