Matrat­zen­fa­brik Hou­ben strebt Sanie­rung an

Die Matratzenfabrik produziert jährlich rund 100.000 Boxspringbetten und 150.000 Federkern- und Schaummatratzen.

Umsatzeinbrüche belasten das Unternehmen aus Hückelhoven. Im Rahmen einer Eigenverwaltung will Houben sich sanieren.

Die Matratzenfabrik Houben GmbH aus Hückelhoven will sich im Rahmen einer Eigenverwaltung sanieren und damit präventiv auf die Folgen eines Umsatzeinbruchs vorbereiten. Einem entsprechenden Antrag hat das Amtsgericht Mönchengladbach stattgegeben und die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

„Der steigende Wettbewerb und Kostendruck durch den Internethandel ist bei unseren Kunden, die klassisch ein Bettengeschäft betreiben, deutlich zu spüren. Bereits heute verzeichnen wir schon Umsatzrückgänge, die in den nächsten Monaten noch weiter ansteigen werden. Diese Rückgänge werden wir durch bereits verstärkte Vertriebsaktivitäten im Ausland, Neukundenprogramme, laufende Kosteneinsparungen und Optimierungsmaßnahmen nicht vollständig kompensieren können“, erklärt Geschäftsführerin Manon Spin. Die Matratzenfabrik hat sich deshalb für eine Sanierung unter Insolvenzschutz entschieden, um das Unternehmen wieder wettbewerbsfähig aufzustellen und nachhaltig in die Zukunft zu führen. Die Matratzenfabrik produziert jährlich rund 100.000 Boxspringbetten und 150.000 Federkern- und Schaummatratzen.

Produktion läuft wie gewohnt weiter

„Wir können alle Aufträge in der gewohnten Qualität umsetzen. Das Unternehmen ist weiterhin vollständig handlungsfähig. Die Mitarbeiter sind hoch motiviert und die aktuelle Auftragslage stützt unseren Optimismus, die angestrebten Ziele, mit deren Umsetzung wir bereits begonnen haben, schnell zu erreichen“, bestätigte Spin. Die Produktion und Lieferungen an die Kunden laufen während des Verfahrens ungehindert weiter. Die rund 90 Mitarbeiter wurden über die aktuelle Entwicklung im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung umfangreich informiert. Die Löhne und Gehälter sind in den ersten drei Monaten des Verfahrens durch die Agentur für Arbeit gesichert.

Mit dem Verfahren nutzt das Unternehmen die Chance, die der Gesetzgeber mit dem ESUG (Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) vor fünf Jahren geschaffen hat, damit sich Unternehmen in schwierigen Situationen wieder neu aufstellen

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