Just Racing Services Ltd. hat im Januar Insolvenz angemeldet.

Nach der Insolvenz des Formel-1-Rennstalls Manor gab es 50 Interessenten für eine Übernahme. Die Rettung war das nicht.

Als die Just Racing Services Ltd., die Muttergesellschaft des britischen Rennstalls Manor, im Januar Insolvenz anmeldete, war das Ausscheiden aus der Formel-1-Weltmeisterschaft 2017 noch nicht besiegelt. Denn wie sich nun herausstellt, gab es nach der Übernahme des Rennstalls durch die Insolvenzverwalter angeblich noch rund 50 Interessenten, die Manor kaufen wollten, berichtet Motorsport Total.

Als Rettung entpuppt sich jedoch keiner der potentiellen Investoren. Der Grund: Sie alle erfüllten die Voraussetzungen für eine Übernahme nicht – die da waren: fünf Millionen Britische Pfund und ein Businessplan für das Geschäftsjahr 2017 mussten umgehend auf den Tisch gelegt werden. Die Mindestfinanzierung, die für 2017 nötig gewesen wäre, hätte laut Insolvenzverwalter mindestens 43 Millionen Pfund betragen.

In der Hoffnung, eines der Gespräche mit einem der 50 Interessenten könnte zu einem Ergebnis führen, überwiesen die Insolvenzverwalter für Januar noch einmal die Gehälter an die 150 Mitarbeiter. Als im Februar allerdings klar wurde, dass es mit einer Teilnahme an der Saison 2017 nicht mehr klappen kann, wurde der Geldhahn zugedreht und das Personal gekündigt. Damit war das Ende von Manor in der Formel 1 besiegelt. Was bleibt, sind Schulden in der Höhe von 12,8 Millionen Pfund, von denen die Gläubiger nun möglichst viel zurückhaben wollen. Die vorhandenen Werte schätzt der Insolvenzverwalter nur auf rund 2,5 Millionen Pfund. Für 15. März ist ein Treffen der Gläubiger angesetzt.

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