Bei Kübler & Niethammer wird ausschließlich Altpapier zu hochwertigen Papieren verarbeitet.

Die 130 Mitarbeiter zählende Papierfabrik aus Sachsen hat einen Antrag auf Insolvenz in Egenverwaltung gestellt.

Die Kübler und Niethammer Papierfabrik Kriebstein AG hat einen Eigeninsolvenzantrag gestellt und will damit die Möglichkeit nutzen, Sanierungsmaßnahmen vorzunehmen, berichtet die Sächsische Zeitung. Der Geschäftsbetrieb werde unter Aufsicht des vorläufigen Insolvenzverwalters Hubert Ampferl von der Kanzlei Beck und Partner ohne Einschränkungen fortgeführt.

Grund für die Schieflage waren offenbar Zahlungsschwierigkeiten: Eine Finanzierungslücke konnte wegen ergebnisloser Verhandlungen mit Banken und Investoren nicht geschlossen werden. Seit Mitte 2016 seien die Preise auf dem Papiermarkt extrem unter Druck gewesen, berichtet Ampferl. „Das wirkt sich auf die Margen aus. Anfang dieses Jahres sind neue Verarbeitungsteile in Betrieb genommen worden, um in die neuen Märkte zu kommen.“ Das gestalte sich jedoch schwieriger als gedacht. Deshalb sei der finanzielle Engpass entstanden. Derzeit beschäftigt die Firma 130 Mitarbeiter, Entlassungen seien nicht geplant. Ampferl gibt sich optimistisch: „Von der Strategie her ist das Unternehmen gut aufgestellt und die Mitarbeiter sind sehr loyal.“

Die Aktiengesellschaft hat schon einmal eine Insolvenz erfolgreich abwenden können. Am 30. Dezember 2004 hatte sie diese beim Amtsgericht Chemnitz beantragt. Die Banken hatten dem Unternehmen aufgrund von Liquiditätsengpässen ebenfalls keinen Kredit mehr gewährt. Auch in den zwei Jahren davor hatte das Unternehmen etwa zwölf Millionen Euro in die technische Ausstattung investiert.

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