Für die Deutsche Bank geht es wieder voran.

Trotz Konzernumbau liefert die Deutsche Bank unerwartet gute Ergebnisse ab. Sie hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt.

Die Deutsche Bank arbeitet sich in kleinen Schritten aus der Krise. Weil der wichtige Anleihehandel zu Jahresbeginn gut lief und die Vermögensverwaltung neue Gelder einsammelte, zog der Gewinn stärker an, als Analysten zu hoffen gewagt hatten. Unter dem Strich verdiente Deutschlands größtes Geldhaus im ersten Quartal 575 Millionen Euro – mehr als doppelt so viel wie vor einem Jahr. Von den alten Glanzzeiten ist das Institut aber weit entfernt, denn auch vor Steuern reichte es nicht zum Milliardengewinn, schreibt Reuters.

Investoren sorgen sich laut der Welt dennoch darum, dass die Deutsche Bank im Tagesgeschäft von der Konkurrenz abgehängt wird. Die Erträge im Konzern sind weiter rückläufig. Analyst Philipp Häßler von Equinet sieht das Geldhaus insgesamt jedoch auf gutem Weg:  „Die Restrukturierung der Bank wird 2017 weitergehen“. Bankchef John Cryan hat das Filialnetz bereits deutlich geschrumpft. Auch der Stellenabbau zeigt sich in den Zahlen: Die Anzahl der Mitarbeiter sank seit dem Jahresende 2016 bis Ende März des laufenden Jahres konzernweit um knapp 1600 auf 98.177 Vollzeitkräfte.

Die Deutsche Bank hat wegen diverser Sonderbelastungen zwei Jahre mit Milliardenverlusten hinter sich. Cryan will den Hebel nun umlegen, wie er bereits Anfang April zum Abschluss einer acht Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung ankündigte. Wachstum stehe ab sofort im Vordergrund. Genau darauf pochen auch die Großinvestoren, die als Vertrauensvorschuss noch einmal viel Geld in die Bank gepumpt haben. Lichtblick: Bei den potentiell teuersten Rechtsstreitigkeiten kommt die Bank voran. Nach wichtigen Vergleichen im US-Hypothekenstreit und im Geldwäsche-Skandal in Russland liegen die Rückstellungen für Altlasten nun noch bei 3,2 Milliarden Euro – Ausblick stabil.

 

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