Kon­kur­renz­kampf macht AT&T zu schaf­fen

Unbegrenztes Datenvolumen – ein Trend, den AT&T verschlafen hat.

Weil Trends verschlafen wurden und Verbraucher ihr Handy länger nutzen, schrumpft der Gewinn des Mobilfunk-Anbieters.

Der harte Konkurrenzkampf auf dem US-Mobilfunkmarkt hat auch dem zweitgrößten US-Anbieter AT&T einen Gewinnrückgang eingebrockt. Wie Branchenprimus Verizon macht AT&T ein Kundenexodus an kleinere Rivalen wie die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile US zu schaffen, schreibt Reuters. Demnach sank die Zahl der Handynutzer mit Vertrag  um 191.000. Zudem werde der Verkauf neuer Handys dadurch erschwert, dass die meisten Verbraucher inzwischen ein Smartphone besitzen und immer länger daran festhalten. Das Nettoergebnis fiel im ersten Quartal um neun Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar gesunken, der Umsatz ging um rund drei Prozent auf 39,4 Milliarden Dollar zurück.

T-Mobile US und der kleinere Rivale Sprint profitierten zuletzt auch von Angeboten mit unbegrenztem Datenvolumen. Diesen Trend habe AT&T wohl etwas verschlafen, räumte Konzernchef Randall Stephenson zur Begründung des Verlusts von Marktanteil ein. Um rechtzeitig die Kehrtwende zu meistern, versucht AT&T derzeit mit der 85 Milliarden Dollar schweren Übernahme des Medienriesen Time Warner gegenzusteuern. Filme und Serien wie „Game of Thrones“ von Sendern wie dem Pay-TV-Kanal HBO sollen die Kunden enger an das Unternehmen binden.

 

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