In der Modebranche häufen sich die Insolvenzmeldungen schon seit einer Weile.

Die Krise in der Modebranche reißt nicht ab: Die Boschagroup und Topshop Australien haben Insolvenz angemeldet.

Die Pleite-Welle in der Modebranche hat zwei neue Opfer gefunden: Die Boschagroup, zu der auch Unternehmen wie Betty Barclay Accessories und Sansibar Bags gehören, hat beim Amtsgericht Bayreuth einen Antrag auf Insolvenz in Eigenverwaltung gestellt. Jürgen Wittmann von der Kanzlei „Wittmann Rechtsanwälte“ wurde zum vorläufigen Sachwalter bestellt.

Die Boschagroup, die Lederwaren fertigt und vertreibt, ist schon seit einiger Zeit überschuldet. Wie aus den Daten des Bundesanzeigers hervorgeht, beliefen sich die Verbindlichkeiten des Unternehmens aus Presseck mit Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2015 bereits auf rund fünf Millionen Euro. Um eine Insolvenz abzuwenden, wurden damals Rangrücktritte mit Gesellschaftern in Höhe von insgesamt 600.000 Euro vereinbart. Zudem entwickelte eine externe Beratungsgesellschaft ein Fortführungskonzept. Der erhoffte Erfolg blieb offenbar aus.

Mangelnden Erfolg verzeichnet auch Topshop/Topman Austradia Pty Ltd, das australische Franchise des britischen Modekonzerns Topshop. Das 760 Mitarbeiter zählende Unternehmen hat am Mittwoch dieser Woche freiwillige Insolvenz angemeldet. Als Insolvenzverwalter wurde das Restrukturierungsunternehmen Ferrier Hodgson eingesetzt. Bei der angestrebten Sanierung soll eng mit Topshops Mutterkonzern, der Arcadia Group, zusammengearbeitet werden, teilte James Stewart, Partner bei Ferrier Hodgson, mit. Der Geschäftsbetrieb werde weiterlaufen wie gehabt – auch die Bezahlung der Angestellten sei gesichert.

Topshop/Topman Australia hat aktuell neun eigenständige Filialen, 17 Konzessionen im Kaufhaus Myers und einen Online-Store.

Bild: Getty Images / Thinkstock , Text: Christin Otto

Der Beitrag Insolvenz bei Boschagroup und Topshop Australien erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.