Die Palette reicht von Funktionsgläsern bis zu Isolier- und Sicherheitsverglasungen.

Dem Schneeberger Glasveredler drohte 2015 das Aus. Mit neuem Chef und Profil sieht sich die Firma heute gut gerüstet.

Für das Glaswerk Schneeberg, einer der modernsten Glasbearbeitungsbetriebe im Erzgebirge, geht es wieder bergauf. Nachdem das Unternehmen 2015 in die Insolvenz schlitterte, wagten Tiemo Gruner und zwei weitere Gesellschafter den Neustart und übernahmen die Geschäfte. Mit Erfolg: Inzwischen sind die Auftragsbücher der Glastechnik Schneeberg, wie sich das Unternehmen heute nennt, wieder gut gefüllt, berichtet die Freie Presse. Geschäftsführer Tiemo Gruner peilt für dieses Jahr einen Umsatz von mehr als 1,3 Millionen Euro an. Und das, obwohl mit Solarworld Freiberg erst jüngst ein lukrativer Kunde verloren ging.

Heute hat der Betrieb wieder 18 Mitarbeiter. Die Palette reicht von Funktionsgläsern bis zu Isolier- und Sicherheitsverglasungen. Auch Ganzglastüren, Spiegel und Glasmöbel werden be- und verarbeitet. Die Isolierglas-Produktion macht mit rund 70 Prozent immer noch den Hauptanteil am Gesamtumsatz aus, jeweils 15 Prozent entfallen auf die Bereiche Glasbearbeitung und Glashandel.

Anders als früher versucht Gruner nun stärker auf eine breitere Kundenbasis zu setzen. Statt zwei, drei große Kunden will er lieber mehrere kleine gewinnen, darunter auch Privatkunden. Zudem will die Firma mit sogenannten Sonder- und Nischenprodukten wachsen. Beliebt sind Jalousien, die im Zwischenraum zweier Glasscheiben angebracht sind. In diesem Segment, so Gruner, stünden die Preise weniger unter Druck.

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