So soll der Gewa-Tower aussehen. Bild: Gewa

Nach dem Streit über die kurzfristig anberaumte Gläubigerversammlung wird die Entscheidung über den Investor vertagt.

Die Entscheidung, welcher der beiden Investor den Gewa-Tower weiterbauen darf, lässt auf sich warten. Grund ist die kurzfristige Einladung zur Gläubigerversammlung, berichtet die Welzheimer Zeitung. Diese wurde für Dienstag, 25. April, anberaumt. Die Einladung haben viele Anleger jedoch erst nach Ostern erhalten – unter anderem der Deutsche Mittelstandsanleihenfonds, der einen Großteil der Anleger vertritt. Die Zeit für die Anleger, sich den zur Teilnahme erforderlichen Nachweis der Bank zu besorgen, war damit zu knapp bemessen: Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger drohte, die Beschlussfähigkeit zu verhindern – durch einen Aufruf an die Mitglieder, der Versammlung fernzubleiben. Rechtsanwälte haben nun bestätigt, dass die Einladung nicht fristgerecht erfolgte und etwaige Beschlüsse anfechtbar wären.

Nun herrscht offenbar Einigkeit, dass am Dienstag keine Beschlüsse gefasst werden. Die Gläubigerversammlung wurde in eine Informationsveranstaltung über den aktuellen Sachstand umgewandelt. Bald soll es eine neue Versammlung geben, bei der ein neuer Gläubigervertreter bestimmt werden und ein Sachverständiger beauftragt werden soll. Letzterer werde ein Gutachten zum Leistungsstand des Bauwerks erstellen – eine Voraussetzung für die Investoren zur Weiterführung des Gewa-Projekts. Außerdem hätten die Gläubiger damit eine wichtige Grundlage an der Hand, um die Angebote der Investoren seriös prüfen zu können. Nach Angaben des Mittelstandsfonds machen beide Investoren die Übernahme vom Vorliegen des Gutachtens abhängig.

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