Gerry Weber schaut optimistisch in die Zukunft.

Weniger Umsatz, mehr Gewinn: Die Gruppe konnte ihr Ergebnis im ersten Quartal um beinahe acht Prozent steigern.

Der Modekonzern Gerry Weber sieht sich in seinen Bemühungen um eine Neuausrichtung bestätigt. Zwar sank der Umsatz im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wegen der Filialschließungen im Rahmen von Fit-for-Growth um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Euro. Doch das Betriebsergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 7,7 Prozent zu auf 15,6 Millionen Euro zu.

Ralf Weber, Vorstandsvorsitzender der Gerry Weber International AG, erklärt: „Das 1. Quartal 2016/17 zeigt, dass das Programm zur Neuausrichtung FIT4GROWTH erfolgreich wirkt und erste Früchte trägt. Die bereits umgesetzten Maßnahmen haben sich nicht nur positiv auf die Kostenstruktur des Core-Bereiches ausgewirkt, sondern wir haben auch die Modernisierung unserer Marken vorangetrieben. Jetzt gilt es, die Neuausrichtung weiter mit voller Kraft umzusetzen, um nach der Phase der Stabilisierung wieder nachhaltig wachsen zu können.“

Verlangsamter Rückgang im Kernbereich

Die Gruppe zählt die Marken Gerry Weber, Taifun und Samoon zu ihrem Kernbereich. Hier zeigten die Maßnahmen zur Modernisierung der Marken erste positive Auswirkungen, wie das Unternehmen mitteilte. Während das Umsatzminus in diesem Bereich im Vorjahr noch bei 7,5 Prozent lag, konnte der Rückgang nun auf 3,4 Prozent  reduziert werden. Damit habe sich der Umsatz des Core Retail-Bereiches in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres nahezu parallel zum Markttrend entwicklet, der einen Umsatzrückgang von rund drei Prozent verzeichnete.

Im Segment Wholesale gab es im ersten Quartal eine Sonderbewegung. Der Umsatz stieg um 11,1 Prozent auf 59,5 Millionen Euro. Dies lang hauptsächlich an einer Verschiebung von Lieferterminen. Die Kaufhauskette Hallhuber leistete unverändert einen Umsatz-Beitrag von 50 Millionen Euro und konnte seine Bruttomarge im 1. Quartal von 58,9 auf 64,5 Prozent verbessern.

Der Vorstand prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr  2016/17  insgesamt  einen  Konzernumsatz,  der zwei bis vier Prozent  unterhalb  des  Vorjahreswertes  liegen  wird  (Vorjahr:  EUR  900,8  Mio.).  Entsprechend  geht  der  Vorstand  von  einem  Konzernergebnis  vor  Zinsen,  Steuern  und  Abschreibungen  (Konzern-EBITDA  reported)  zwischen  EUR  60  und  70  Millionen aus.  Darin  enthalten  sind  Abschreibungen  in  Höhe  von  rund  48  bis  50  Millionen Euro, sodass  die  Erwartung  für  das  operative  Konzernergebnis  (Konzern-EBIT  reported)  zwischen zehn und 20 Millionen Euro liegt.

Bild: © Gerry Weber international AG

Der Beitrag Gerry Webers Neuausrichtung zeigt erste Erfolge erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.