Früh erkannt, Pro­blem gebannt

Managern stehen Methoden und Systeme zur rechtzeitigen Warnung zur Verfügung. Mit Transparenz und Kontrolle gelingt es, existenzgefährdende Entwicklungen rechtzeitig zu erkennen.

Stefan Behringer

Ob die Entscheidung einer Führungskraft im Unternehmen erfolgreich war oder nicht, erweist sich in der Zukunft. Für jeden Manager ist es daher von entscheidender Bedeutung, zukunftsbezogene Informationen zu erhalten, die den Erfolg von Entscheidungen unterstützen. Garantieren kann keine Methode die Verlässlichkeit, da die Zukunft nun mal ungewiss ist.

Die Betriebswirtschaftslehre entwickelt Methoden, die Manager frühzeitig auf Chancen und Risiken hinweisen, seit Langem. Der Einsatz dieser Methoden in der Praxis ist umso wichtiger, je größer die Entscheidungsfolgen sind. Besonderes Augenmerk ist daher der frühzeitigen Erkenntnis von existenzgefährdenden Risiken zu schenken. Diese Funktion übernehmen Frühwarnsysteme.

Der Gesetzgeber hat dieser besonderen Relevanz Rechnung getragen, indem er 1998 durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KontraG) die Verpflichtung der Vorstände von Aktiengesellschaften eingeführt hat, ein System einzurichten, das Entwicklungen erkennt, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten (§ 91 Aktiengesetz – AktG). Um diese existenzgefährdenden Entwicklungen rechtzeitig erkennen zu können, benötigen Unternehmen ein Frühwarnsystem. Frühwarnsysteme suchen nach entscheidungsrelevanten Informationen, die helfen, rechtzeitig auf strategische Entwicklungen zu reagieren, um Krisen zu verhindern.

Bessere Vorhersagen
über die Zukunft

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese Instrumente keine wissenschaftlich exakten Verfahren sein können. Auch sie können die Unsicherheit der Zukunft nicht umgehen. Allerdings führen die Methoden nach empirischen Untersuchungen zu besseren Vorhersagen über die Zukunft des Unternehmens als Voraussagen aus dem Bauch heraus. Die Treffsicherheit von Methoden ist durch die rasante technische Entwicklung der vergangenen Jahre erheblich gesteigert worden.

Der Autor ist Präsident und Professor an der Nordakademie, Hochschule der Wirtschaft. Er berät Unternehmen in Controlling, Bewertung und Compliance. Seinen kompletten Beitrag über Krisenprävention durch Frühwarnsysteme lesen Sie in return 02/17.

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