Damit der digitale Wandel gelingt, braucht es qualifiziertes Personal. Bild: © peshkova / Getty Images / iStock

Eine Studie zeigt: Firmen sind bereit, in die digitale Transformation zu investieren. Doch das alleine reicht nicht.

Der Wille ist da, doch die Ressourcen fehlen: Geht es um die Digitalisierung, so sind zwar fast alle Unternehmen zu Investitionen bereit, doch es mangelt an qualifiziertem Personal. Zu diesem Ergebnis gelangt eine aktuelle IFS-Studie zum Thema digitale Tranformation. Demnach gaben 90 Prozent der befragten Unternehmen an, über „angemessene“ oder „förderliche“ finanzielle Mittel für die digitale Transformation zu verfügen – in Deutschland waren es sogar 92 Prozent. Internet of Things, ERP sowie Big Data & Analytics wurden weltweit als die drei Top-Investitionsgebiete genannt.

Gleichzeitig offenbarte sich bei der Befragung ein Mangel an qualifiziertem Personal. Weltweit fühlen sich 34 Prozent der Unternehmen wegen dieses Defizits entweder „etwas“ oder „völlig“ unvorbereitet, die digitale Transformation erfolgreich umzusetzen. In Deutschland sind es mit 35 Prozent sogar noch etwas mehr. Kein Wunder also, dass die Aversion von Mitarbeitern gegen Veränderungen als größtes Hindernis für die Digitalisierung gesehen wird – gefolgt von Sicherheitsbedenken sowie fehlenden Organisations- und Führungsmodellen.

Dringlichkeit erkannt

Auf die Frage nach den Haupttreibern der Digitalisierung nannte sowohl weltweit als auch in Deutschland die Mehrheit Effizienzverbesserungen bei den internen Prozessen. Auf den Plätzen zwei und drei unterscheiden sich die Ergebnisse allerdings: Während weltweit die Beschleunigung von Innovationen und Wachstumschancen in neuen Märkten vorne liegen, sind es in Deutschland Kostenersparnisse und Produktivitätssteigerungen. Wirklich gewappnet für die Herausforderungen fühlt sich aber nur eine Minderheit: Sowohl weltweit als auch in Deutschland sieht sich nur etwa ein Drittel der Unternehmen an der Spitze in Sachen digitale Transformation.

„Unsere Studie zeigt, dass Unternehmen weltweit die Dringlichkeit der Digitalisierung bewusst ist“, sagt Antony Bourne, Vice President Global Industry Solutions bei IFS. „Technologien wie Big Data, Enterprise Resource Planning und das Internet of Things spielen dabei eine wichtige Rolle. Unternehmen müssen diese Technologien aber mit ihrer Branchenexpertise kombinieren, um sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Erst durch diese Kombination kann die digitale Transformation ihre volle Stärke entfalten.“

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