Der Umbau bei Esprit zeigt ers­te Erfol­ge

Die Modebranche befindet sich in der Krise.

Regide Sparmaßnahmen haben dazu geführt, dass der angeschlagene Modekonzern langsam wieder auf Kurs kommt.

Der angeschlagene Modekonzern Esprit arbeitet sich dank des rigiden Sparkurses operativ weiter aus den roten Zahlen. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sei vor Zinsen und Steuern nur noch ein Minus von 13 Millionen Hongkong-Dollar (1,6 Mio Euro) angefallen, wie das Unternehmen laut W&V mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus vor Zinsen und Steuern noch 247 Millionen Dollar betragen.

Dank einer Steuergutschrift stand unter dem Strich in den sechs Monaten bis Ende Dezember sogar ein Plus von 61 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel unter anderem wegen der Schließung einiger Filialen um knapp elf Prozent auf 8,3 Milliarden Dollar. In den Läden, die noch geöffnet sind, ist der Erlös allerdings leicht gestiegen. Deutlich gesunken sind die Personalkosten und die Ausgaben für Miete. Auch Finanztreff registriert bei Esprit angesichts der Verringerung der Verkaufsflächen eine positive Entwicklung. Im Rahmen der Restrukturierung schlossen zehn Esprit Stores in Deutschland, in der Ratinger Unternehmenszentrale gingen 200 Vollzeitstellen verloren. Europaweit schlossen weitere 25 und in Asien 31 Esprit-Stores.

Der Umbau geht weiter: Das Online-Geschäft soll gestärkt, die Produktivität weiter gesteigert werden. Für Ladenschließungen und den Abbau von Verwaltungskosten hat Esprit eine Milliarde Honkongdollar für die kommenden zwei Jahre vorgesehen. GMit dem Sparkurs und anderen Maßnahmen sieht Verwaltungsratschef Raymond Or das Unternehmen auf Kurs, dauerhaft wieder wettbewerbsfähig zu sein. Esprit kämpft wie alle Modehändler mit einem schwierigen Marktumfeld.

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