Die Werftenpleite ist ein
Fall fürs Gericht.

Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann fordert Schadensersatz von KPMG-Gutachtern. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Im Streit um die Insolvenz der vorpommerschen P+S-Werften hat es am Donnerstag keine gütliche Einigung vor dem Hamburger Landgericht gegeben. Vergeblich appellierte die Zivilkammer an die Anwälte der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG und Insolvenzverwalter Berthold Brinkmann, sich auf eine Mediation einzulassen.

Die drei Richterinnen machten deutlich, dass sie zumindest das erste KPMG-Gutachten zur Sanierungsfähigkeit der Werften Ende 2010 für fehlerhaft halten, berichtet die Welt. Die Kosten und Zinsen für Kredite seien nicht richtig dargestellt worden. Das Gericht ließ zugleich erkennen, dass die Schadenersatzforderung des Insolvenzverwalters in Höhe von mehr als einer halben Milliarde Euro schwer durchsetzbar sein wird.

Die Kammer gab beiden Seiten jeweils etwa zwei Monate Zeit, um nacheinander erneut schriftlich Stellung zu nehmen. Das Gericht kann frühestens nach Ende der Hamburger Sommerferien im September weiter beraten, wie die Vorsitzende sagte. Auch Gutachter sollen noch beauftragt werden, um die KPMG-Gutachten zu beurteilen.

Der Beitrag Der Streit um die P+S-Insolvenz dauert an erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.