Der Werbemittel-Versand Schneider und dessen Muttergesellschaft Creatrade haben Insolvenz angemeldet.

Wegen Problem bei einer Refinanzierung hat die Creatrade Holding GmbH ein vorläufiges Insolvenzverfahren beantragt.

Die Mutter von Katalogversendern wie Impressionen, Conleys, Schneider, Gingar und miaVilla hat beim Amtsgericht Pinneberg Insolvenz beantragt. Die Creatrade Holding GmbH aus Wedel, unter deren Dach auch Schneider Versand firmiert, will den Geschäftsbetrieb jedoch fortsetzen. Zu den Gründen für die finanzielle Schieflage sagte Geschäftsführer Marc Breitfeld: „Der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens war geboten, nachdem eine Refinanzierung der Gruppe überraschend nicht finalisiert werden konnte.“

In der creatrade Holding GmbH und der Schneider Versand GmbH sind aktuell rund 640 Beschäftigte angestellt. Die Tochtergesellschaften der creatrade-Gruppe mit den Marken Conleys, Impressionen sowie MiaVilla sind von den Insolvenzanträgen allerdings nicht betroffen.

Die Löhne und Gehälter der 640 Angestellten sollen für drei Monate vorfinanziert werden. „Alle wirtschaftlich Beteiligten werden einen Sanierungsbeitrag leisten müssen, um eine tragfähige Fortführungslösung zu erarbeiten“, sagte Insolvenzverwalter Oliver Dankert. Je reibungsloser die Fortführung gelänge, desto solider würde die Basis, die Gruppe auf Dauer wettbewerbsfähig im Markt zu positionieren. Diese Lösung sei in der Regel für die Gesamtgläubigerschaft die wirtschaftlich attraktivste.

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