Frank Grund, Chef der Versicherungsaufsicht der BaFin. © Ute Grabowsky / photothek.net / BaFin

Die Finanzaufsichtsbehörde hat die Ergebnisse ihrer Prüfung der Versicherer veröffentlicht – mit positivem Resultat.

Die Finanzaufsicht BaFin hält die Unternehmen der Versicherungsbranche in Deutschland für ausreichend krisenfest. Alle 340 deutschen Versicherer erfüllten die neuen Anforderungen an die Bedeckung ihrer Verpflichtungen, teilte die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach der eingängigen Prüfung der Solvenz- und Finanzberichte (SFCR) mit. Die Unternehmen müssen seit 2016 verschärfte Kapitalvorschriften einhalten und hatten Ende Mai jene Berichte abgegeben, die künftig regelmäßig fällig werden. Das Ergebnis: Im Schnitt erfüllen die deutschen Versicherer die geforderte Mindestquote zu 330 Prozent.

„Mit dem ersten Durchlauf des SFCR sind wir zufrieden“, erklärte der Chef der Versicherungsaufsicht der BaFin, Frank Grund. „Das Ergebnis ist positiv. Es gibt aber natürlich noch Mängel, die abgestellt werden müssen.“ Schwächen wurden demnach vor allem bei den 84 deutschen Lebensversicherern festgestellt. Sie kamen im Schnitt zwar auf eine Kapitalquote von 344 Prozent. Allerdings erreichte gut ein Drittel der Lebensversicherer die geforderten Quoten nur, weil sie Übergangsregeln und Bilanzhilfen nutzten, ohne die sie im Schnitt nur auf eine Solvenzquote von 165 Prozent gekommen wären.

Insgesamt verfügen die deutschen Lebensversicherer über Kapitalanlagen in Höhe von 1,02 Billionen Euro. Rund die Hälfte davon ist in Staats- und Firmenanleihen sowie Pfandbriefe investiert, 28 Prozent stecken in Aktien und Fonds. Den 175 Schaden- und Unfallversicherern geht es besser als den Lebensversicherern. Ihre Solvenzquote lag Ende des Jahres im Mittel bei 286 Prozent, vier Firmen kamen allerdings auf weniger als 125 Prozent. Von den knapp 208 Milliarden Euro ihrer Kapitalanlagen stecken 43 Prozent in Aktien und Unternehmensbeteiligungen.

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