Auch das Bonusprogramm der insolventen Airline steht vor dem Aus. Bild: © airberlin

Nach der Pleite von Air Berlin hat auch Topbonus, das Bonusprogramm der Fluggesellschaft, Insolvenzantrag gestellt.

Schlechte Nachrichten für Air-Berlin-Meilensammler: Nach der Fluggesellschaft hat auch deren Vielfliegerprogramm Insolvenz angemeldet. Die eigenständige „Topbonus Ltd.“, die sich zu 70 Prozent in der Hand der arabischen Fluglinie Etihad befindet, reichte den Antrag am vergangenen Freitag beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg ein. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestimmte das Gericht den Berliner Anwalt Christian Otto, Partner der Sanierungskanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm.

In einer Pressemitteilung ließ das Unternehmen wissen: „“ Für Kunden hat das zur Folge, dass die erflogenen oder durch Wagenmieten oder Kontoeröffnungen gesammelten Bonuspunkte bis auf Weiteres keinen Wert mehr haben. Bereits Tage vor der offiziellen Insolvenzanmeldung war das Bonusprogramm gestoppt worden – die Kunden wurden tagelang im Ungewissen gelassen. Topbonus zählt nach eigenen Angaben 4,3 Millionen Kunden und etwa 55 Beschäftigte.

Air Berlin selbst hatte am 15. August Insolvenz beantragt, nachdem Großaktionär und Partner Etihad der Airline die finanzielle Unterstützung entzogen hatte. Auch nach einem geplanten Verkauf wird die Aufarbeitung jedoch viel Zeit in Anspruch nehmen – vor allem die Gläubiger müssen sich in Geduld üben. „Das Air-Berlin-Verfahren wird sich noch über mehrere Jahre hinziehen“, sagte Lucas Flöther, der vorläufige Sachwalter des Unternehmens, dem Magazin „Wirtschaftswoche“. „Bei einer Konzerninsolvenz dieser Größenordnung reden wir von einem Zeitraum von sieben, acht Jahren, vielleicht auch mehr.“

Der Beitrag Auch Bonusprogramm von Air Berlin meldet Insolvenz an erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.