Fehlerhafte Airbags brachten Takara in die Schlagzeilen. Bild: © thieury / stock.adobe.com

Der Automobilzulieferer schreibt seit Jahren tiefrote Zahlen. Nun kursieren Meldungen um eine drohende Insolvenz.

Die Gerüchteküche rund um den angeschlagenen japanischen Airbag-Hersteller Takata brodelt: Das Unternehmen steht Medienberichten zufolge angeblich kurz vor dem Aus. Unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen hatten Ende vergangener Woche mehrere Nachrichtenagenturen berichtet, der Automobilzulieferer könnte möglicherweise noch Ende dieses Monats Insolvenz beantragen. Der Konzern hatte das in Form einer Pressemitteilung dementiert und darauf verwiesen, dass eine eigens eingesetzte Kommission aktuell damit befasst sei, einen Restrukturierungsplan zu erarbeiten. Gleichzeitig hieß es, dass alle möglichen Optionen abgewogen würden.

Takata ist schon vor einiger Zeit wegen seiner defekten Airbags in die Negativschlagzeilen geraten. Allein in den USA mussten wegen der Mängel fast 70 Millionen Airbags zurückgerufen werden, international waren es sogar 100 Millionen. Zudem werden die Airbags weltweit für den Tod von 16 Menschen verantwortlich gemacht – weitere 180 Personen seien verletzt worden, berichtet die britische Daily Mail, die angesichts einer drohenden Takata-Insolvenz davor warnt, dass in diesem Fall auch die Opfer mit geringerer Entschädigung rechnen müssten.

Takata schreibt wegen der hohen Rückrufkosten seit nunmehr drei Geschäftsjahren in Folge tiefrote Zahlen. Angesichts der Verbindlichkeiten in Höhe von mehr als einer Billion Yen (rund 8,1 Milliarden Euro) wäre dies die größte Pleite eines Produktionsunternehmens in der japanischen Nachkriegsgeschichte.

Der Beitrag Airbaghersteller Takata angeblich kurz vor der Pleite erschien zuerst auf return – Magazin für Transformation und Turnaround.