Alemannia Aachen kämpft mit sinkenden Zuschauerzahlen.

Der Fußball-Regionalligist Alemannia Aachen hat einen Insolvenzantrag eingereicht. Es ist nicht die erste Pleite.

Der Klub, vor zehn Jahren noch Fußball-Bundesligist, hat erneut einen Insolvenzantrag wegen „drohender Zahlungsunfähigkeit“ beim Amtsgericht Aachen eingereicht: Die Zahlung der Märzgehälter bei Alemannia Aachen war nicht mehr gesichert, berichtet die Aachener Zeitung. Aufgrund der „rechtlichen Vorschriften“ habe man sich „schweren Herzens“ zu diesem Schritt entschlossen, teilte der Regionalligist in einer Presseerklärung mit. Bis zum Saisonende fehlen etwa 500.000 Euro. Ein Grund sei der Zuschauerrückgang in der laufenden Saison.

Aufsichtsrat und Geschäftsführung hatten in den letzten Wochen noch versucht, die Lücke im Etat mit Hilfe von externen Geldgebern zu schließen. Belastbare Zusagen gab es allerdings nicht. Zudem hatte auch noch der Hauptsponsor eine sechsstellige Rate nicht überwiesen. Ein ausgeglichener Etat war aber eine Vorgabe, die mögliche Investoren gemacht hatten. Daraufhin entschlossen sich die Verantwortlichen am Dienstag, erneut die Notbremse zu ziehen. Der vierköpfige Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Christian Steinborn trat zudem geschlossen zurück. „Wir bedauern zutiefst, dass diese Maßnahme trotz des unermüdlichen Einsatzes von Mitarbeitern und der Unterstützung unserer Sponsoren, denen wir zu Dank verpflichtet sind, alternativlos geworden ist“, teilte er mit. Der Insolvenzantrag sei aber die einzige „Handlungsalternative“ gewesen.Die Hoffnungen ruhen nun auf Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering, der sich auch schon erfolgreich um Vereine wie die Sportfreunde Siegen oder Fortuna Köln gekümmert hat. Der Experte soll dafür sorgen, dass der Spielbetrieb am Tivoli aufrecht erhalten bleibt und die Saison zu Ende gespielt werden kann. Der Mannschaft werden neun Punkte abgezogen, so steht es in den Statuten. Der gemeinnützige Mutterverein TSV Alemannia Aachen ist von dem Insolvenzantrag nicht betroffen.

 

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