Häufig müssen sich Unternehmer und Gründer junger Unternehmen mit für sie komplett neuen Herausforderungen auseinandersetzen. Dafür bedarf es einer passenden Beratung, denn nur so können Erfolgschance verbessert werden. Leider sind eben dieses Expertenwissen und individuelle Beratungen kostenintensiv. Für genau solche Fälle bietet das Förderprogramm des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zum Beispiel Beratungskostenzuschüsse, um Unternehmen hierbei finanziell zu unterstützen. Nähere Infos zum Förderprogramm, sowie potentielle Veränderungen in der nächsten Zeit erläutert Rainer Reddig, Leiter der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes in Köln und Referent beim Turnaroundkongress 2018.

Rainer Reddig, Leiter der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes in Köln. Bild: © Rainer Reddig
Rainer Reddig, Leiter der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes in Köln. Bild: © Rainer Reddig

Ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ – was bedeutet das?
RAINER REDDIG: Zwei grundlegende Merkmale legen die Definition für ein „Unternehmen in Schwierigkeiten“ fest. Zum Einen muss das Eigenkapital um mehr als 5=% aufgebraucht sein, zum Anderen darf das Unternehmen keinen Gewinn machen.

Wieso befinden sich Unternehmen in Schwierigkeiten? Was sind die Gründe?
Überschuldung und die dadurch auftretenden Liquiditätsprobleme sind Gründe dafür, dass sich „Unternehmen in Schwierigkeiten“ befinden. Allerdings legen wir als Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gerade neue Fixpunkte im Zusammenhang mit diesem Thema fest.

Ihr Kongressthema befasst sich mit dem Wandel im Bundesförderungsprogramm „Unternehmen in Schwierigkeiten“. Wieso kommt es zu einem Wandel?
Der größte Wandel wird wohl der Übergang der Förderung von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zum BAFA sein beziehungsweise zu den Leitstellen als Vorprüfstelle. Dazu kommt, dass die Bedingungen für „Unternehmen in Schwierigkeiten“ immer wieder an die jeweiligen wirtschaftlichen Situationen angepasst werden.

Wagen wir den Blick in die Zukunft: Wird es zu gehäuften Fällen von Unternehmen in Schwierigkeiten kommen oder werden die Zahlen zurückgehen?
Rückblickend ist die Anzahl der Anträge für „Unternehmen in Schwierigkeiten“ von 2016 mit 1706 Anträgen zu 2017 mit 1361 Anträgen gesunken. Wir können aber davon ausgehen, dass sich die Antragszahlen im Jahre 2018 voraussichtlich steigern werden, da eben die Rahmenbedingungen für einen Antrag „Unternehmen in Schwierigkeiten“ immer wieder angepasst werden.

Rainer Reddig ist Leiter der Leitstelle für Gewerbeförderungsmittel des Bundes in Köln. Nach dem Jurastudium an der Universität zu Köln, ist Reddig seit 1996 Leiter der Leitstelle für Gewerbeförderung des Bundes. In Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) in Eschborn hält er viele Vorträge, Seminare und Veranstaltungen zum Thema Gewerbeförderung. Beim Turnaroundkongress 2018 wird Reddig einen Vortrag zum Thema „Wandel im Bundesförderprogramm ‚Unternehmen in Schwierigkeiten'“ halten.

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Dass Innovationen für den Erhalt eines Unternehmens ausschlaggebend sind, haben mittlerweile auch Familienunternehmen erkannt. Nur erfolgt die Umsetzung von innovativen Geschäftsmodellen eher unsystematisch.

Über Innovationen in Familienunternehmen. Bild: © DrAfter123 / Getty Images / iStock
Über Innovationen in Familienunternehmen. Bild: © DrAfter123 / Getty Images / iStock

Das Geschäftsmodell: Die Wertschöpfungsarchitektur eines Unternehmens

Gerade mit dem stets steigenden Erfolg von Start-up-Urgesteinen wie Facebook, Uber oder Amazon lässt sich das Thema „Geschäftsmodell“ noch einmal neu aufrollen. Grundsätzlich versteht man unter dem Geschäftsmodell die Wertschöpfungsarchitektur eines Unternehmens. In anderen Worten versteckt sich dahinter die Frage: Wie schafft ein Unternehmen Werte für seine Kunden und wie werden diese in Erlöse umgewandelt?

Bei Start-ups lässt sich das Geschäftsmodell schnell erkennen: Hier ist der Fokus auf dem, was sich die Kunden wünschen. Das heißt, das Produkt und die Umsetzung werden an die Nachfrage der Kunden angepasst. Bei traditionellen Unternehmen und Familienunternehmen sieht das anders aus. Und demnach ist die Frage nach den Geschäftsmodellinnovationen innerhalb von Familienunternehmen eine sehr interessante.

Das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn (IfM Bonn) ist der Frage nachgegangen und hat überprüft inwiefern Familienunternehmen ihr Geschäftsmodell verändern. Dabei wurde analysiert, in welchen Bereichen die meisten Veränderungen stattfinden.

Veränderungen entstehen mit Zielgruppenerweiterung

Innerhalb der Studie des IfM Bonn bestätigten die befragten Familienunternehmen, dass es hauptsächlich zu Veränderungen des Geschäftsmodells kommt, wenn neue Zielgruppen angesprochen werden sollen. Dabei werden selten die Leistungen oder die Wertschöpfungsprozesse verändert. Auch das Ertragsmodell wird in den meisten Fällen so beibehalten, wie es ist.

Erfolg kommt mit der Veränderung im Wertschöpfungsprozess

In einem zweiten Schritt wurde für die Studie der Erfolg der Innovation in Familienunternehmen überprüft. Von Erfolg spricht man dann, wenn die Marktposition gestärkt wird und die finanziellen Ziele erreicht werden. Grundsätzlich ist laut dem IfM Bonn Erfolg nur vorhanden, wenn es zu Veränderungen des Wertschöpfungsprozesses kommt.

Das ist jedoch in den Familienunternehmen nicht der Fall. Erfolgreiche Unternehmen verkaufen Produkte und Leistungen an Geschäftskunden und verfolgen ein klar strukturiertes Innovationsmanagement, in dem es Anreize für Beschäftigte und Innovationsbudgets gibt, sowie Projektmanagement fokussiert realisiert wird.

Fazit: Ein erster Schritt in Richtung Innovation ist getan

Insgesamt zeigt die Studie des IfM Bonn, dass mittelständische Unternehmen die Zeichen der Zeit erkannt haben und an ihren Geschäftsmodellen arbeiten. Jedoch ist auch zu erkennen, dass sich viele Mittelständler schwer damit tun, ihre Geschäftsmodelle systematisch zu verbessern. Eine klare Vorstellung des eigenen Geschäftsmodells; ein Innovationsmanagement, das diesen Namen verdient, und das Wissen, dass erfolgreiche Innovationen eine Veränderung mehrerer Bereiche des Geschäftsmodells erfordern, mögen erste Schritte sein, um es Facebook und Airbnb gleichzutun.

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Kleine und mittlere Unternehmen tragen große Verantwortung in den Bereichen Gesellschaft, Ökologie und Personal. Sie prägen u. a. die lokale Gemeinschaft, unterstützen gemeinnützige Projekte und sind im Umweltschutz aktiv. Sie tragen also unternehmerische Verantwortung in Form von Corporate Social Responsibility (CSR).

Kleine und mittlere Unternehmen engagieren sich vielfältig in der Region – auch bei der Schonung von Ressourcen und beim Schutz der Umwelt. Bild: © Cagri Oner / iStock.com

Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Studie am Beispiel Schleswig-Holsteins. Die Untersuchung aus 2018 wurde vom Kieler Center for Philosophy, Politics and Economics (KCPPE) an der Christian-Albrechts-Universität durchgeführt. Finanziert wurde das Forschungsprojekt von der Staatskanzlei im Zuge der Landesentwicklungsstrategie „Schleswig-Holstein 2030.“

Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in KMU

Die kleinen und mittleren Unternehmen haben weniger als zehn, 50 oder 250 Beschäftigte und sie erzielen weniger als zwei, zehn oder 50 Millionen Euro Jahresumsatz. Dennoch sind 60,7 Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland (rund 76 Prozent in Schleswig-Holstein) in kleineren und mittleren Unternehmen beschäftigt. Ihr gesellschaftliches Engagement wurde auf Landesebene bislang nicht. Die bisherige Forschung konzentrierte sich weitgehend auf große und multinationale Konzerne, die ihren Einsatz medienwirksamer vermarkten können. „Kleine und mittlere Unternehmen sind jedoch viel erfolgreicher bei der Implementierung und Umsetzung von CSR“, berichtet Projektleiter Dr. Alexander Lorch.

Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst

Seine Studie mache deutlich, dass sich kleine und mittlere Unternehmen ihrer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst seien und ihre Rolle über die als regionaler Arbeitgeber hinausgehe: „Kleine und mittlere Unternehmen sind deutlich flexibler, näher an den Kunden und direkter in das lokale Gemeinwesen eingebettet. Sie kennen die Probleme und Wünsche der Menschen vor Ort und in der Region und können so gezielter darauf reagieren. Damit leisten sie einen nicht zu unterschätzenden Beitrag im Bereich der unternehmerischen Verantwortung“, so Lorch weiter. Und diese Verantwortung kommt laut Studie zu 75 Prozent den Kommunen und Gemeinden zugute.

Überraschend war für die Forscher der Uni Kiel, dass die Unternehmen dabei vielfach auch auf moderne Formen des Engagements zurückgreifen. Dazu zählen zum Beispiel Corporate Volunteering, also betriebliche Freiwilligenprogramme. Rund 60 Prozent der kleinen und mittleren Firmen wollen damit ihre Beschäftigten bei der Ausübung von Ehrenämtern unterstützen oder stellen kostenlose Dienstleistungen zur Verfügung. Eine weitere wertvolle Erkenntnis zeigte sich beim Thema Personalpolitik: Obwohl den Unternehmen vor Ort der Fachkräftemangel (80 Prozent) und die Abwanderung junger Menschen (44 Prozent) Sorgen bereiten, setzen sie ihre CSR-Aktivitäten eher zur Mitarbeitermotivation als zur Gewinnung neuer Fachkräfte ein. „Darin sehen wir großes Potenzial für die Unternehmen. Mit ihrem gesellschaftlichen Engagement könnten sie sich als attraktiver Arbeitgeber präsentieren und engagierte junge Menschen in der Region halten“, sagt Projektmitarbeiter Martin Kunze.

Staat könnte mehr Anreize schaffen

Insgesamt 463 kleinere und mittlere Unternehmen mit Sitz in Schleswig-Holstein wurden 2017 telefonisch und anonym befragt. Dabei zeigte sich auch: Die Firmen setzten sich auch damit auseinander, welche Herausforderungen in Schleswig-Holstein zu meistern sind und wie die Politik das gesellschaftliche Engagement fördern kann. So erschweren den Unternehmen nach eigenen Aussagen vor allem fehlende zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen das gesellschaftliche Engagement. Dagegen können staatliche Förderungen, steuerliche Vorteile und der Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen das gesellschaftliche Engagement stärken.

Die Empfehlung der Forscher an die Politik lautet daher: „Das gesellschaftliche Engagement kleinerer und mittlerer Unternehmen muss in der Landes- und Kommunalpolitik wahrgenommen werden und Eingang in die Nachhaltigkeitsstrategien finden, indem nicht nur Empfehlungen für große, sondern auch für kleine und mittlere Unternehmen herausgegeben werden. Zusätzlich können die Auslobung von Preisen für unternehmerisches Engagement oder die Berücksichtigung dieses Engagements in öffentlichen Vergaberichtlinien wichtige Anreize setzen“, empfiehlt Lorch und erinnert an den Grundsatz „Tue Gutes und rede darüber“. „Die Herstellung von Öffentlichkeit sorgt für Anerkennung und letztlich auch für unverzichtbare Werbung“, schließt Lorch.

Kernergebnisse im Bereich Gesellschaft

Das gesellschaftliche Engagement von kleinen und mittleren Unternehmen findet überwiegend vor Ort und der Region statt. 95 Prozent engagieren sich gesellschaftlich – 75 Prozent davon in der Kommune. Rund 70 Prozent spenden Geld, rund 60 Prozent setzen auf Corporate Volunteering.

Kernergebnisse im Bereich Personal

Die wichtige Bedeutung der Mitarbeiter spiegele sich auch in CSR-Aktivitäten. CSR werde dabei als Instrument zur Steigerung der Mitarbeitermotivation angesehen, nicht aber als Instrument der Mitarbeitergewinnung. Dies deutee auf ungenutztes Potenzial hin, das dem Fachkräftemangel und auch der Abwanderung junger Menschen aus der Region entgegenwirken könnte. 97 Prozent der befragten Firmen böten laut Uni Kiel ihren Mitarbeitern Leistungen über das gesetzlich Erforderliche hinaus an. Knapp über 80 Prozent der Firmen unterstützten Mitarbeiter bei sozialen Problemen. Mehr als 70 Prozent leisteten zusätzliche Beiträge zur Altersvorsorge, so die Studie weiter.

Kernergebnisse im Bereich Umwelt

Auch die Themen Ökologie und Umweltschutz haben für kleinen und mittleren Unternehmen hohe Relevanz. „Energieeffizienz und Energieeinsparung“ sowie „Umwelt- und Naturschutz“ werden von jeweils knapp 80 Prozent der befragten Unternehmen als wichtig und sehr wichtig eingeschätzt. Über 80 Prozent achten auf die Energieeffizienz von Gebäuden. Rund 75 Prozent versuchen, Abfälle und Emissionen zu reduzieren. Knapp über 33 Prozent greifen dabei auf branchenspezifische Umweltstandards zurück.

Kontakt:

Dr. Alexander Lorch, Kiel Center for Philosophy, Politics and Economics, E-Mail: lorch@philsem.uni-kiel.de; Telefon: (0431/) 80-2829

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Vier von fünf mittelständischen Unternehmen haben Probleme bei der Suche nach Mitarbeitern. Der Fachkräftemangel beschert jeder zweiten Firma Umsatzeinbußen. Flüchtlinge könnten das Personalproblem abmildern, glauben die meisten Firmenchefs.

Vom Fachkräftemangel sind besonders die Branchen Transport und Verkehr sowie der Bau betroffen, so die neue EY-Studie. Bild: DOC RABE Media | Fotolia

Der Anteil der Unternehmen, die große Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften haben, hat sich seit 2015 von 16 Prozent auf aktuell 27 Prozent erhöht. Weitere 53 Prozent geben an, dass ihnen die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern „eher schwer“ fällt.

Der Arbeitsmarkt ist so gut wie leergefegt

Der Arbeitsmarkt ist leergefegt. Das kostet die Unternehmen viel Geld. Mehr als die Hälfte (57 Prozent) der Mittelständler beklagt Umsatzeinbußen aufgrund des Fachkräftemangels – 2017 waren es noch 53 Prozent, im Jahr davor 49 Prozent. Insgesamt entgehen dem deutschen Mittelstand dadurch hochgerechnet 53,4 Milliarden Euro im Jahr.

Diese Zahlen weist das aktuelle Mittelstandsbarometer „Fachkräftemangel und Flüchtlingsintegration“ der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY) aus. Für die Studie ließ EY eine nach eigenen Angaben repräsentative Befragung von 2.000 mittelständischen Unternehmen in Deutschland durchführen. Befragt wurden nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen mit 30 bis 2.000 Mitarbeitern und mindestens 20 Mio. Euro Umsatz. Dabei handelte es sich um eine telefonische Befragung Ende 2017 bzw. Anfang 2018 durch Valid Research.

Arbeitsmarkt bremst das Wirtschaftswachstum

Die Studie zeigt: Mittelständler würden am liebsten auf Rekordniveau neue Mitarbeiter einstellen. 36 Prozent planen, im ersten Halbjahr 2018 ihre Belegschaft aufzustocken – so viele wie noch nie seit Beginn der Befragung. Allerdings setzt der Arbeitsmarkt dem Wachstum Grenzen, so Michael Marbler zuständig für den Mittelstand bei EY.

Deutlich mehr Interesse an Flüchtlinge als früher

Die Beschäftigung von Flüchtlingen könnte die Lage lindern. Laut Studie glauben zwei Drittel der Mittelständler, dass Flüchtlinge mittelfristig dazu beitragen werden, den Fachkräftemangel zu mildern – zehn Prozent gehen sogar von einer erheblichen Verbesserung aus. Vor einem Jahr sahen das nur 45 Prozent der Befragten so.

Der Untersuchung zufolge beschäftigt bereits jeder vierte Betrieb (27 Prozent) Flüchtlinge, im Vorjahr waren es 16 Prozent der Mittelständler. Laut EY sind weitere 52 Prozent grundsätzlich bereit, Flüchtlinge zu beschäftigen. Lediglich zehn Prozent der befragten Unternehmen lehnen es rundheraus ab.

Mangelnde Deutschkenntnisse und Qualifikation hohe Hürden

Das größte Defizit seien mangelnde Deutschkenntnisse. Das sehen laut Studie 83 Prozent so. Eine mangelnde Qualifikation nennen 55 Prozent (Vorjahr 46 Prozent) und hohen bürokratischen Aufwand 34 Prozent (37 Prozent) als großes Hindernis.

„Die Integration von geflüchteten Menschen in den Arbeitsmarkt erfordert sowohl Zeit als auch Geld. Dies kann am Ende für den deutschen Mittelstand aber ein lohnendes Investment im Kampf gegen den Fachkräftemangel sein – schließlich ist nirgendwo sonst ein so großes Potenzial an möglichen Beschäftigten zu finden“, so Marbler.

Kfz-, Transport- und Baubetriebe mit größten Sorgen

Nach Branchen zeigt sich: Gerade Kfz-, Transport- und Baubetriebe leiden am stärksten. Neun von zehn dieser Unternehmen fällt es schwer, ausreichend qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „In 72 Prozent der Transport- und Verkehrsunternehmen führt dies bereits zu Umsatzeinbußen. Auch 65 Prozent der Bauunternehmen und jeweils 58 Prozent der Betriebe aus dem Kraftfahrzeugbau und dem Maschinenbau klagen über Umsatzeinbußen“, so die Wirtschaftsprüfer. Anders: Gerade die wachstumsstarken Branchen haben die größten Probleme.

Im Osten drückt das Fachkräfteproblem am stärksten

Probleme bei der Fachkräftesuche haben Unternehmen in ganz Deutschland. Allerdings ist laut EY die Situation in Nordrhein-Westfalen die beste – „allerdings klagen im bevölkerungsreichsten Bundesland immer noch 74 Prozent der Unternehmen über Schwierigkeiten bei der Mitarbeitersuche“. Am schwersten tun sich Mittelständler in den ostdeutschen Bundesländern: 93 Prozent der Unternehmen in Brandenburg, 90 Prozent der Unternehmen in Sachsen-Anhalt und 88 Prozent der Unternehmen in Thüringen berichten von Problemen bei der Fachkräfterekrutierung.

Was tun? Der Studie zufolge setzen die Unternehmen in erster Linie auf eher klassische Instrumente der Mitarbeitergewinnung. Ein Großteil, nämlich 59 Prozent, hofft am ehesten auf Mund-zu-Mund-Propaganda. Werbung in Online- und Printmedien ist für 46 Prozent das bevorzugte Instrument und in den sozialen Medien sind 35 Prozent in erster Linie aktiv.

 

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Erst kürzlich wurden die Ergebnisse der Studie über die Gründe und Ergebnisse der Umsetzung von digitalen Technologien und Strategien, durchgeführt vom IT-Dienstleister Infosys veröffentlicht. Das Ergebnis: Digitalisierung beschleunigt Verbesserungen bei Geschäftsprozessen, steigert Kundenzufriedenheit und erhöht Umsatz sowie Wachstum. Befragt wurden 1000 Führungskräfte aus IT und Wirtschaft in sieben Ländern.

Digitale Modernisierung führt zu mehr Kundenzufriedenheit: Bild: ©pixabay
Digitale Modernisierung führt zu mehr Kundenzufriedenheit: Bild: ©pixabay

Bisher werden digitale Technologien von den Befragten hauptsächlich in den folgenden Bereichen eingesetzt:

  • 79 Prozent nutzen digitale Technologien im IT-Kerngeschäft
  • 60 Prozent nutzen digitale Technologien im Business-Process-Management
  • 62 Prozent nutzen digitale Technologien im Customer-Relationship-Management

Digital-ready sind demnach jene Unternehmen, die kontinuierlich in die Innovationsfähigkeit ihres Kerngeschäfts, inklusive ihrer Kernsysteme und internen Prozesse, investieren und Kundenkontakt sowie Kundenerfahrung innovativ gestalten. Die Studie ergab ferner, dass die Befragten digitale Technologien in folgenden Bereichen einsetzen wollen, sofern dies nicht ohnehin schon geschieht: Wissensmanagement (33 Prozent), Operational Intelligence (31 Prozent) und Produktentwicklung (28 Prozent).

Disruptive digitale Technologien und Big-Data-Analyse helfen bei Datenanalyse

Weiterhin ist bekannt, dass gerade disruptive digitale Technologien es Unternehmen ermöglichen, immer mehr Daten zu sammeln und umfassend zu analysieren. Dadurch sind sie in der Lage, Prozesse neu zu definieren und so den Geschäftserfolg zu steigern. 67 Prozent der befragten Organisationen nutzen Big-Data-Analysen. Mehr als die Hälfte von ihnen hat bereits in Deep-Learning-Algorithmen investiert.

Es ist demnach nicht überraschend, dass Investitionen in kundenorientierte Technologie für fast alle Branchen, bis auf Fertigung und Konsumgüter, zu den drei wichtigsten Prioritäten zählen. Führend bei der Kundenorientierung ist der Bereich Life Sciences: 86 Prozent investieren in Technologien, die den Patienten bei klinischen Studien in den Mittelpunkt stellt. Im Einzelhandel wenden 79 Prozent finanzielle Mittel für die Einführung von Augmented-Reality-Anwendungen auf, um Kunden ein virtuelles Einkaufserlebnis zu bieten. Drei Viertel der Befragten im Bankensektor investieren in Opti-Channel-Technologien für ein besseres Kundenerlebnis. Ebenfalls wichtig sind diese Technologien für die Versicherungs-, Energie- und Automotive-Branche.

Cybersecurity: Schutz vor Daten und Optimierung von Geschäftsprozessen

Auch weiterhin steht die Nachfrage Cybersecurity-Applikationen außer Frage. Fast 64 Prozent der befragten Unternehmen haben bereits Cybersecurity-Lösungen implementiert, um bestehende Geschäftsprozesse zu optimieren. 53 Prozent nutzen Cybersecurity-Technologien zur Problemlösung im Neugeschäft, wobei jedoch nur 28 Prozent tatsächlich neue Geschäftsmöglichkeiten durch die Implementierung von Cybersecurity erschließen.

In der Automobilindustrie nutzen 67 Prozent der Befragten Cybersecurity zur Optimierung von Geschäftsprozessen. 57 Prozent setzen sie zur Problemlösung im Neugeschäft ein, 33 Prozent generieren hierdurch neue Geschäftsmöglichkeiten.
Im Life-Science-Sektor sehen 38 Prozent der Teilnehmer Cybersecurity-Lösungen als wichtigsten Trend für den Schutz von Patienten- und Testdaten.

Wachsendes Datenaufkommen und Datennutzung

41 Prozent der Befragten in der Bankenbranche sind der Meinung: Datenanalysen zur Personalisierung von Produkten werden sich in den nächsten drei Jahren am stärksten auf ihre Organisation auswirken. Das Verstehen von Kundenverhalten gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dies zeigt sich auch in der Versorgungsbranche: Hier glauben 35 Prozent der Befragten, dass Investitionen in Consumer Analytics einen positiven Einfluss auf das Geschäft haben werden. 52 Prozent der Befragten im Einzelhandel denken, dass die Koordination von Marketing, Kampagnen und Angebotsstruktur auf Basis von Datenanalysen an Bedeutung gewinnt. Für 38 Prozent der Befragten in der Versicherungsbranche gilt die Nutzung großer Datenmengen für eine 360-Grad-Sicht auf den Kunden und die Erhöhung des Liefereigenanteils als einer der drei wichtigsten Trends.

Prozessmodernisierung für mehr Transparenz der Abläufe in der Lieferkette

Eine wichtige Entwicklungstendenz in der Automobilindustrie sind Investitionen in die digitale Lieferkette. 45 Prozent der Befragten zählen sie zu den drei bedeutendsten Themen. 25 Prozent führen die digitale Lieferkette sogar an erster Stelle in der Rangliste an. Die Befragten, die Investitionen in die digitale Lieferkette als Schlüsseltrend sehen, erhoffen sich einen Anstieg des weltweiten Jahresumsatzes um mehr als 16 Prozent. Fast 39 Prozent der Befragten in der Konsumgüterbranche sind der Auffassung, dass Investitionen in Technologien die Abläufe in der Lieferkette transparenter gestalten werden. Mehr als 43 Prozent der Befragten aus der Gesundheitsbranche sind der Meinung: Die Verbesserung und Modernisierung von elektronischen Gesundheitsakten ist ein Top-Trend.

Automatisierung und Zusammenarbeit für Implementierung digitaler Technologien

In der Versicherungsbranche können digitale Technologien verwendet werden, um Risikoberechnungen sofort zu aktualisieren und Vertragskriterien genauer zu ermitteln. Dies dürfte der Grund dafür sein, dass die intelligente Automatisierung von Risikoberechnungen von 38 Prozent der Befragten als Top-Trend in der Versicherungsbranche genannt wird. Fast 38 Prozent der Befragten im Bankensektor sind der Meinung, dass offene APIs die Zusammenarbeit mit anderen Akteuren der Branche verbessern und Innovationen beschleunigen können. Darüber hinaus glauben 34 Prozent: Die Zusammenarbeit mit Technologiepartnern birgt das Potenzial, papierlose Handelsfinanzierungen anzubieten und Lösungen aus den Bereichen Blockchain und Internet der Dinge zu implementieren.

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Mittelständische Unternehmen, die einen hohen Digitalisierungsgrad haben, steigern ihren Gewinn um fast 20 Prozent. Aber auch Mittelständler, die sich gerade auf den Weg gemacht haben, verzeichnen bereits ein kleines Plus bei Umsatz und Ertrag.

Das Förderprogramm go-digital. Bild: © chagin / stock.adobe.com
Mit dem Grad der Digitalisierung wachsen in der Regel Umsatz und Profit. Bild: © chagin / stock.adobe.com

Das zeigt die aktuelle Studie „Digitale Dividende im Mittelstand“ des Beratungsunternehmens Mind Digital und der Rheinischen Fachhochschule Köln. Die empirische Untersuchung basiert auf einstündigen Tiefeninterviews mit Entscheidern aus 54 mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen. Die Befragung wurde von November 2017 bis Mitte Januar 2018 durchgeführt wurden. Durch die Befragung ermittelt wurde der digitale Reifegrad der Unternehmen und dessen Auswirkung auf die wirtschaftliche Entwicklung. Die Studie wurde von Telekom Deutschland, AlixPartners und Iskander Business Partner (IBP) in Auftrag gegeben.

Gewinnwachstum bis knapp 20 Prozent erreicht

Unternehmen mit einem hohen Digitalisierungsgrad vermelden im Durchschnitt ein Gewinnwachstum von knapp 20 Prozent, so die Studie „Es war eine positive Überraschung, dass weit weniger mittelständische Unternehmen im digitalen Dornröschenschlaf sind als vermutet“, so Katharina Sigel, Prinzipal bei IBP. „Nicht nur Unternehmen aus der Industrie, sondern auch Handel, Dienstleistungen oder Bau und Immobilien sind weit vorne mit dabei und packen entweder mit ersten Projekten oder ganzen Digitalisierungsprogrammen das Thema an.“

Vier Digitalisierungsgrade bei Unternehmen erkennbar

Die Untersuchung identifiziert vier Typen von Unternehmen. An erster Stelle stehen die „Digital Leader“. Ihr durchschnittliches Umsatz- und Gewinnwachstum beträgt 12,8 bzw. 19,8 Prozent. Damit stehen sie deutlich besser da als alle anderen Befragungsteilnehmern. „Digital Leader“ machen etwa ein Viertel der befragten Unternehmen aus. Bei ihnen erkennt Bernhard Steimel, Inhaber von Mind Digital, einen kulturellen Wandel: „Digital Leader setzen mit digitalen Managementmethoden auf Transparenz, und sie haben bereits Kompetenzen erlangt, um neue Geschäftsmodelle zu etablieren und echte Kundenerlebnisse zu gestalten.“

„Digital Starter“ nennt die Studie jene Mittelständler, die sich gerade auf den Weg gemacht haben. Sie machen ein knappes Drittel aus und bewegen sich im Bereich von drei Prozent Umsatzsteigerung und 1,7 Prozent Gewinnwachstum. Sie gehen Schritt für Schritt vor, haben weder ein Zielbild noch sind sie in eine Strategie für die digitale Transformation eingebunden. Zwischen diesen beiden Clustern „Starter“ und „Leader“ siedeln die Studienautoren zwei weitere Gruppen von Unternehmen an: Digital Operation Excellence-Experten (Digital OX) und Digital Customer Experience-Experten (Digital CX).

Auch Kundennähe kann Digitalisierungsstrategie sein

„Digital OX“ erzielen Produktivitätsgewinne durch digitale Kosten- und Prozessoptimierung. „Digital CX“ haben vor allem Kundennähe und Kundenerlebnisse auf dem Plan. Durch Online-Kundenportale, E-Services und E-Support gelingt es ihnen, Kunden enger an sich zu binden und mehr Neukunden zu gewinnen, so die Studie.
Hier zeige sich jedoch noch Entwicklungspotenzial: E-Commerce sei ebenso wie digitale Kaufberatung noch nicht die Regel im deutschen Mittelstand. Auch sei der digitale After-Sales-Support bei etwa der Hälfte der Befragten unzureichend. „Statt primär Kosteneffizienz und Prozessoptimierung anzustreben, wollen sich die Mittelständler in Zukunft stärker auf Kundenzufriedenheit, Produktinnovationen sowie Umsatz- und Gewinnsteigerung fokussieren“, heißt es in der Studie. Hierzu müsse die Inhouse-Expertise deutlich verbessert werden.

Herausforderung erkannt – aber noch nicht umgesetzt

„Bei vielen Unternehmen lässt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit erkennen“, so Stefan Meyer-Spickenagel, Partner bei IBP. „Viele Unternehmen haben zwar auf der Management-Ebene das Potential der Digitalisierung erkannt, besitzen aber auf der Umsetzungsebene nicht die Expertise und Ressourcen für die praxiserprobte Umsetzung.“

Die Vorreiter der Digitalisierung empfehlen laut Studie drei Dinge:

  • Dringlichkeit erzeugen, Zielbild erstellen und Fahrplan priorisieren, um Tempo zu machen.
  • Früher ins Machen kommen, mehr unternehmerischen Freigeist fördern, mehr Freiraum schaffen.
  • Mitarbeiter frühzeitig einbinden, um Akzeptanz zu steigern und Veränderungsprozess zu beschleunigen.

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Mit den Science Thrillern „Blackout“, „Zero“ und „Helix“ führt Bestseller-Autor Marc Elsberg seiner Leserschaft technische Risiken und bedrohte Werte vor Augen. Als Warner sieht sich der ehemalige Werber und Strategieberater aber nicht und äußert sich im exklusiven Interview außer zu Angriffen auf IT-Infrastrukturen auch zum Wandel in Unternehmenskommunikation.

Marc Elsberg, Autor von "Blackout", "Helix" und "Zero". Bild: ©Marc Elsberg
Marc Elsberg, Autor von „Blackout“, „Helix“ und „Zero“. Bild: ©Marc Elsberg

Herr Elsberg, wenn Sie einer Typisierung zustimmen: Zu welchem Schreibtypus gehören Sie?
MARC ELSBERG: Ich bin eher ein Planer, ähnlich einem Architekten, zumindest was die erste Hälfte des Buches angeht. Gärtner schreiben indes drauf los. Bei mir ist dann schon das Gros der Recherchen abgeschlossen. Diese Typisierung hörte ich jüngst bei der Vorstellung meines übersetzten Buchs „Blackout“ in den USA.

Warum ist „Blackout“ erst jetzt ins Englische übersetzt worden?
Das fragen Sie besser die Verlage. Jedes Jahr schaffen es nur circa 150 deutsche Titel ins Englische übersetzt zu werden. „Blackout“ war zuvor schon in 18 andere Sprachen übertragen worden. Aber die erwähnte Einteilung der Schreibertypen fand ich ganz einleuchtend.

Warum bedurfte es bei „Blackout“ des Untertitels „Morgen ist es zu spät“?
Alle meine Bücher tragen Untertitel, aber sie sind nicht von mir, sondern vom Verlag. Beim Erstling „Blackout“ hatte das markentechnische Gründe, denn der Begriff wurde schon mehrfach verwendet. Aber marketingtechnisch funktionieren die Untertitel ganz gut. Der erste stammt von meiner damaligen Lektorin, die „Blackout“ auch als Verlegerin gekauft hatte. Auf sie fiel die Wahl, nachdem mein Agent mein erstes Buch damals angeboten und nach vielen Angeboten ein Pitch zwischen verschiedenen Verlagen stattgefunden hatte, was erfreulich für mich als Autor war, gerade bei einer Premiere. Zumal ich zu der Zeit ja noch nebenher geschrieben und hauptberuflich in einer Werbeagentur gearbeitet habe.

Dem Vorwurf von Panikmache begegnen Sie mit welchem Gegenargument?
Dass meine Bücher keine Panikmache betreiben. Ich behaupte, eine ausgewogene Erzählweise aus verschiedenen Blickwinkel zu pflegen. Eher gehen Leser mit einem bestimmten Blickwinkel an Themen heran. Ich betrachte mich weder als Kritiker noch als Befürworter neuer Technik – und schon gar nicht als Warner. Ich will spannend unterhalten. Dazu greife ich Themen auf, die unsere Gesellschaft brennend interessieren (sollten). Ich will wohl Diskussionen anstoßen, damit wir uns Gedanken machen und zu einem Diskurs kommen, der uns leider verloren gegangen ist.

Sie betonen: „Blackout ist Fiktion.“ Doch Ihre Fantasie sei mehrmals „von der Realität eingeholt“ worden. Was war in Wahrheit schlimmer als Ihre Vorstellungskraft?
Während des Schreibens beispielsweise der Gau im Atomkraftwerk von Fukushima, wo wegen der Überschwemmung alle Notstromsysteme ausgefallen sind. Seit der Zeit gab es auch erste vorsätzliche Cyber-Angriffe von Hackern, etwa zu Weihnachten 2015 auf die ukrainische Stromversorgung.

Warum haben Sie sich ausgerechnet diesem Thema gewidmet?
Es lag nahe, aber vor „Blackout“ hatte ich ja schon ganz andere Bücher geschrieben. Das erste im Berliner Espresso Verlag hieß „Saubermann“ und war eine Politsatire über die ausgeklügelte Kommunikation für einen Kandidaten. Es erschien noch unter meinem richtigen Namen Marcus Rafelsberger, aus dem sich später das Pseudonym Marc Elsberg ergab.

Science Thriller statt Satire – warum verwenden Sie keinen Wiener Schmäh mehr, der doch als so beliebt gilt, wie’s jüngst noch beim neuen BVB-Trainer Peter Stöger hieß?
Ach, das damals war halt den Zeiten eines Politikers wie in Österreich Jörg Haider gewidmet. Danach habe ich zwischen 2004 und 2011 mit dem Hamburg-Krimi „Das Prinzip Terz“ und den beiden Titeln „Menschenteufel“ und „Wienerherz“ andere Gattungen veröffentlicht. Grundsätzlich hat Humor eine große Daseinsberechtigung, wie aktuell viele US-Erfolgsfilme zeigen. Bei „Helix“ habe ich auch eine Figur mit Humor eingebunden. In der Spannungsliteratur hat Österreich schon gute Autoren wie Wolf Haas, Thomas Raab oder Stefan Slupetzky. Und sicher hat nach der satirischen Krimi-Serie „Kottan ermittelt“ aus den 70ger- und 80ger-Jahren ein beachtliches Publikum auf Nachfolger gewartet. Wir Österreicher mögen auch gerne den Wiener Schmäh, aber er funktioniert auch nur hier, man muss ihn gut können, und er hat sich mittlerweile etwas verbraucht.

Haben Sie Ihre IT-Sicherheit gleich nach „Blackout“ verstärkt?
Ich mache sicher mehr als Durchschnittsnutzer, aber wir wissen alle: Absolute Sicherheit gibt es nicht. Wer rein will, kommt rein. Worauf ich bei IT-Sicherheit setze, sage ich aber nicht. Zum Teil stehen meine Ideenskizzen aber nur auf Papier. Seit „Blackout“ habe ich mir auch viele Gedanken zum großstädtischen Verhalten gemacht. Mittlerweile habe ich mir angewöhnt Wasser und Nahrung für zwei Wochen als Vorrat zu haben. Früher hatten die Menschen auch gefüllte Speisekammern.

Wie sieht in der Produktionsphase der Arbeitsalltag als Buchautor aus?
Das kommt auf die Phase der Produktion an. In der Entwurfsphase lese ich viel. Ich bin kein Frühaufsteher und habe keine festen Schreibtischzeiten. Aus Erfahrung kann ich besser nachmittags und abends schreiben. Mitunter entwerfe ich nur Figuren oder Plots, die ich auf einer Seite herunterkritzle. In der Hochphase des Schreibens sitze ich meist nachmittags am Arbeitsplatz. Wenn’ s gut fließt, kann ich mich auch mal in der Früh’ hingeben, aber den disziplinierten Takt gibt’s nicht bei mir. Ohne Kinder wird mir zugegebenermaßen auch von außen kein Rhythmus vorgegeben. Nach Veröffentlichung eines Buches folge ich vielen Einladungen und unternehme viele Reisen, zum Teil permanent über sechs Monate.

Inwieweit profitieren Sie heute von Ihrem vorherigen Leben als Strategieberater und Kreativdirektor?
In Bezug auf die Werbung sicher dadurch, dass ich mit intensiv mit Produkten und Dienstleistungen auseinandersetzen musste. Als strategischer Planer galt es immer, den Kern herauszukristallisieren. Ich habe ja zuerst im Kreativen und dann im Strategischen gearbeitet. Beides hilft beim Schreiben. Am Anfang steht immer die Bearbeitung von Alltagsthemen wie bei „Helix“. Auch bei „Blackout“ stand am Anfang der Idee die Frage nach dem Was: Was passiert, wenn bei einem Stromausfall so viele Systeme betroffen sind? Und im Kern geht es immer um eine Antwort auf die Frage: Wie erzähle ich eine spannende Geschichte?

Bleibt Werbung nicht eher an der Oberfläche, während ein Roman in die Tiefe geht?
Klar dominiert bei Werbung über Social Media die Kurzform. Aber in beiden Disziplinen geht es um Storytelling. Stimmt der Kern meiner Story? – Erst dann weiß ich, ob ich überhaupt eine geeignete Geschichte habe. Als Kreativer, der ins Strategische gewechselt ist, passt zu mir als Autor auch der Architekt besser. Das Erkennen, ob meine Story interessant und relevant ist, entscheidet letztlich über den Publikumserfolg. Ideen ohne Publikum gehören auf Friedhöfe. Wobei es manchmal durchaus dauern kann, bis eine Idee ihr Publikum findet.

Da Ihr Berufswechsel mit Ihrer Buchpremiere im Jahr 2012 so lange noch nicht her ist und „return“ eine Management-Zeitschrift: Wie bewerten Sie heute – im Grundtenor mit positiven und negativen Entwicklungen – Strategie und Kreativität in Unternehmen?
Einige Entwicklungen in Unternehmen sind nicht mehr umkehrbar. Das hängt mit der Funktion von Kommunikation zusammen. Was früher „Kronen Zeitung“ und „Bild“ waren ist heute ist heute Facebook. Auch dort dominiert affirmative, nicht aufklärende Information, mit dem Ziel, Anzeigenplatz zu verkaufen. Journalisten wurden durch die User ersetzt, die Redaktion durch einen Algorithmus und ersetzen so die alten Massen-Boulevardmedien. Das haben Unternehmen erkannt. Die Änderung bemerken wir an der anderen Ansprache. Die Grundlage für Kontext, in dem Kommunikation und Werbung wie ich sie noch gemacht habe, ist fast komplett weggebrochen. Flyer, TV-Spots, Anzeigen – sowas sehe ich heute kaum noch. Ich habe keinen Fernseher, die Informationen im Digitalen zeugen von massiven Veränderungen.

Zum Besseren oder zum Schlechteren? Meine vorherige Frage zielte auf Ihre Wertung.
Das Grundrauschen ist massiv lauter. Als ich in der Werbung anfing, gab es nur wenige TV-Sender und ein paar Top-Printtitel. Heute ziehen Amazon bis Google die Algorithmen nach Kanälen und Zielgruppen immer enger. Ob Unternehmen all’ das mitmachen müssen? – Nein. Ob eine edle Schwarz-Weiß-Anzeige in einer Zeitschrift noch wahrgenommen wird? Vermutlich ja, wenn sie zur Story passt. Die Benetton-Kampagne hat damals auch mit statischen Motiven gearbeitet – und bleibt mir bis heute in Erinnerung. Aber mal ehrlich: Wer heute im Umfeld der Fernsehnachrichten um 20:15 Uhr wirbt, erreicht doch fast nur noch Leute ab 60 Jahren aufwärts. Wer jüngere Menschen antreffen will, wirbt mit viralen Videos auf Youtube. Die Zeit der klassischen Werbung ist schlicht vorbei – und auch damals gab es schon Oberflächlichkeit. Aber für Unternehmen gibt es auch heute keine Blaupause. Sie müssen wissen, wofür sie stehen, also welcher Geist die Firma beseelt. Oft wissen sie’s nicht. Eher funktioniert das in inhabergeführten Unternehmen, denn bei angestellten Managern gelang es mir seltener, sie dahin zu bekommen.

Umfragen ergeben regelmäßig, dass die Entscheider zwar IT-Sicherheit als eines der wichtigsten Aufgaben ansehen, in der praktischen Umsetzung nach Studien aber oft noch der ganzheitliche Schutz fehlt – insbesondere im Mittelstand. Halten auch Sie die Wirtschaft für noch unterversorgt?
Das ist sehr unterschiedlich, stelle ich fest, wenn ich unterwegs bin und dabei viel sehe. Einige Unternehmen strengen sich wirklich sehr an. Und sie wissen vor allem, was es bedeutet, an der IT-Sicherheit zu arbeiten. Sie sehen das nicht nur als Absicherung, sondern als Asset, um sicher zu liefern. Gestern noch wurde der Flughafen in der US-Stadt Atlanta für Stunden lahmgelegt, mehr als 1.000 Flüge wurden gestrichen. IT-Sicherheit ist also nicht nur eine Notwendigkeit, sondern ein echter Wettbewerbsvorteil. Ich erachte nicht nur sichere, sondern die Resilienz der Systeme für zeitgemäß. Aber in vielen Unternehmen und Behörden steht eine Frage über allem: Wer soll das bezahlen? Was ich nicht verstehe ist, dass noch immer Produkte und Dienstleistung auf den Markt kommen, die etwa im medizinischen Bereich innerhalb von Hospitälern vernetzen und damit einen Zugriff auf OP-Säle erlauben. Das Gleiche gilt für Smart-Home-Produkte wie elektrische Schlösser, die einfach zu knacken sind. Meines Erachtens bringt es Unternehmen um, wenn sie sowas verkaufen.

Umgekehrt nutzen Unternehmen wie Amazon die Möglichkeiten digitaler Marketing-Maschinerien, um uns passgenau Produkte zu liefern, noch bevor wir sie bestellen. Sie haben dies in einem Interview als „Alptraum“ bezeichnet und gläserne Kunden im „massiven Macht-Ungleichgewicht“ gesehen. Was genau stört Sie?
Noch nie hat eine Überwachungsgesellschaft etwas Positives hervorgebracht. Wir benötigen dafür nicht mal einen Diktator, sondern erreichen den Effekt durch klassische kapitalistische Belohnungs- und Bestrafungsmechanismen und durch den steigenden Konformitätsdruck. Den menschlichen Reflex beweist ein Experiment im Kindergarten. Zeigen wir ein Bilderbuch mit vielen Jungen und einem roten Ballon, aber nur einen mit einem blauen, wird fast jedes befragte Kind nur von Jungen mit rotem Ballon berichten. Man will zur Menge dazugehören, so funktionieren wir nun mal.

Sie sprechen von Uniformität durch Konformität?
Ja, Konformität ist ein schleichendes Gift, wie ich in „Zero“ erzähle. Das ist allerdings schwieriger zu beschreiben als die direkten physischen Folgen eines Blackouts: Strom weg, Essen weg, Wasser weg, tot. Meines Erachtens hat Edward Snowden mit seinen Enthüllungen zu den Überwachungs- und Spionagepraktiken von Geheimdiensten einiges bewegt, allein gefährdete Journalisten vor Schlimmeren bewahrt. Konformität ist unser Feind. Ich bin verliebt in unsere Individualität, Kreativität, Innovationen, Fortschritte. Und ich frage mich: Warum schreit eigentlich die Wirtschaft nicht lauter auf, die von Innovationen lebt? Wir kippeln viel zu sehr an einem überaus kritischen Punkt.

Welche Sicherheiten möchten Sie denn beim Datensammeln garantiert wissen?
Genug Diskussionen dazu hat es ja schon gegeben, und die im Mai in Kraft tretende Datenschutzverordnung geht meines Erachtens in die richtige Richtung. Meine Daten dürfen nur nach verstandener Aufklärung mit ausdrücklicher Zustimmung verständlicher AGBs genutzt werden. Lehne ich das Sammeln meiner Daten ab, darf mir daraus kein Nachteil entstehen – etwa indem ich Dienste dann nicht mehr nutzen kann. Bei Kreditbewertungen und beim Versichern fände ich das ebenso wenig in Ordnung. In „Helix“ beschreibe ich solche Prozesse daran, wenn Grundlegendes aus dem Verhalten zu erkennen und auf die Gene zurückzuführen ist. Mir einen Nachteil einzuhandeln, weil ich einen Herzfehler habe, darf nicht sein. Mit der EU-Gesetzgebung befinden wir uns schon auf gutem Weg.

Aber absolute Ablehnung klingt nicht bei Ihnen heraus.
Ich unterscheide zwischen personenbezogenen und anderen Daten. Rolls Royce soll ruhig Daten in seinen Flugzeugtriebwerken sammeln. Aber sie dürfen nicht mit Passagierdaten verknüpft werden. In „Zero“ zeichne ich ein Datenkontenmodell auf, in dem für persönliche Daten von Unternehmen gezahlt wird. Aber spätestens, wenn Menschen ihre Daten aus der Not heraus verkaufen, wird’s dann auch kritisch.

Sie raten uns Endverbrauchern zum Verschlüsseln von Nachrichten und zum Suchen über andere Dienste als Google. Und Sie verweisen darauf, dass Bürger „einen besseren Datenschutz wollen und dies ein Geschäftsmodell ist, mit dem man auch Geld verdienen kann.“ Welche neuen Dienste und Produkte würden Sie sich vor allem wünschen?
Zum Teil gibt es sie schon. Ich bin neugierig auf eine neue App, die nach der Installation die Datenherausgabe vernebelt. Das neue Geschäftsmodell besteht dann in der Miete dieses Dienstes. Die Verschlüsselung von Meta-Daten, die etwas über meine Verhaltensmuster verraten, finde ich sinnig – ob bei WhatsApp, Mails oder Onlineshopping. (lacht) Aber hätte ich selbst eine geniale Geschäftsidee für ein solches Modell, würde ich es selbst entwickeln. Mir geht aber nicht nur um technische Lösungen, sondern auch um Regeln und Gesetze zum Verhindern von Missbrauch.

Apropos Geschäftsmodell: Nach „Blackout“, „Zero“ und „Helix“ – haben Sie noch weitere Ideen mit Alleinstellungsmerkmalen für mehr Science Thriller, oder schwebt Ihnen auch mal eine ganz andere Gattung vor?
Als Geschäftsmodell sehe ich das, was mich als Thema interessiert. Zu meinem Ziel zählt nicht der nächste Science Thriller, sondern die nächste Geschichte. Wenn sie eher in einem Familien- oder Liebesroman zu erzählen wäre, könnte das für mich auch ein Format sein. Ich setze auf brisante, relevante Themen. Und mit Blick aufs Medium: Aus „Helix“ ist mit der „Operation Helix“ eine interaktive Text-Adventure-App in der Verlagsgruppe Random House von Bertelsmann entstanden. Und „Blackout“ und „Zero“ werden verfilmt, aber am Drehbuch bin ich übrigens nicht beteiligt. Kurzum: Ich komme aus der Werbung und nutze verschiedene Instrumente zur Vermittlung meiner Geschichten. Grundsätzlich glaube ich zwar, dass ich bei Büchern bleibe, aber ich weiß, dass ich stets offen bin für andere Formate und Medien.

Zur Kulturkritik: Finden Sie – wie in Ihrem zweiten Buch „Zero“ zitiert – vom Deutschlandfunk richtig rezensiert, dass Sie „eine Prise Verschwörungstheorie, etwas Kapitalismuskritik und ein bisschen Staatsfeind Nummer 1 und reichlich Action“ zur packenden Story verrühren?
Das passt schon.

Haben Sie auch eine Vorsorge-Strategie gegen Schreibkrisen?
An Ideen mangelt es mir nicht, aber in welche ich mehr Zeit stecke, ist entscheidend, und ob ich die Geschichte hinbekomme. Dazu probiere ich zig Ansätze aus. Scheitern gehört dazu – auch beim Kreativen. Ich werde allerdings keinen echten Science Fiction schreiben. Ich möchte meine Leser im Hier und Heute abholen. Wenn ich dann weiß, worüber ich schreibe, kommt der Architekt und Stratege in mir zur Geltung, die mir gegen Schreibkrisen helfen. Eine Technik: Am Vortag einfach eine Szene nicht fertig schreiben, sondern am nächsten Tag dort anfangen, denn dann ist man gleich drin. Und auch eine leere Seite quält mich nicht: Ich zwinge mich dann einfach mit dem Schreiben anzufangen. Hinterher zu kürzen geht immer. In der Werbung hat mir ein erfahrener Kollege beigebracht, dass man die ersten drei Absätze in der Regel immer streichen kann. Davor habe ich also auch keine Angst. Auch Gärtner, die drauflosschreiben, müssen lernen zu streichen.

In „Helix“ thematisieren Sie vor allem kritische Kehrseiten von Gentechnik. Andererseits wünschen Sie sich abseits von „Hysterie, Ignoranz und Geschäftemacherei“ einen ersthaften Diskurs über die Zukunft der Menschheit. Was fehlt dazu?
Zur Biotechnologie fehlt eine informierte Auseinandersetzung. Das Thema ist verteufelt seit den Diskussionen über die grüne Gentechnik in der Landwirtschaft. Das war meines Erachtens die erste postfaktische „Fake News“-Diskussion. Danach ist das Thema auf anderen Ebenen nie mehr in Diskussionen angepackt worden. Wissenschaftler sind hingegen schon sehr weit mit Ergebnissen. Es klafft also ein Gap zwischen Wissen und Sein, das täglich immer größer wird. Im Ergebnis sind viele Leute baff, was heute schon alles möglich ist. Angst erzeugt Ablehnung. Grüne und rote Gentechnik sind in Europa heute meistens negativ besetzt.

Sie stellen sich also gegen die allgemeine Verteufelung?
Ich bin jedenfalls nicht für bedingungslose Verbote, aber auch nicht für skrupellose Geschäftemacherei. In der Medizin sind Bereiche bekannt, in denen Gentechnik gegen Leiden hilft. Auch in der Landwirtschaft verursacht zugelassene Gentechnik nach meinem Wissensstand keine gesundheitlichen Schäden. Wir müssen hier auch Technologie und unternehmerische Praktiken auseinanderhalten. Wenn wir schon eine Überproduktion von Nahrungsmitteln fahren trotz der Kehrseite in Afrika, wo Menschen dadurch nicht mehr vom Anbau leben können, sollten wir solche Themen gesamtwirtschaftlich und global betrachten und diskutieren. Eine informierte, differenzierte Diskussion wäre also wünschenswert.

Im Essay für die Zeitschrift „trend“ erinnern Sie daran, dass wir schon Gentechnik gewissermaßen auf der Haut tragen, da 80 Prozent der weltweiten Baumwolle aus veränderten Pflanzen stammt. Welche Antwort geben Sie auf die dort in der Überschrift aufgeworfene Frage: „Genscheiß oder Genverheißung“?
Das gilt es jeweils gut abzuwägen. Das Thema richtig zu beurteilen bedeutete vor zehn Jahren noch, von anderen Voraussetzungen auszugehen. Eine permanente Diskussion ist wichtig, denn Technik entwickelt sich weiter. Richtig halte ich selbstverständlich den Einwand von Gegnern, wenn ein Eingriff in den menschlichen Organismus an anderer Stelle neue Schäden verursacht. Mittlerweile ist das aber ein zum Teil ungültiges Argument, denn heute sind präzise Eingriffe ohne Gefahren vorzunehmen. Leider kommt bei solchen Entwicklungen oft die Politik nicht mehr mit, was wir derzeit den Aussagen zu CRISPR/Cas9 entnehmen können, einem einfachen und präzisen Verfahren zur Veränderung von DNA-Bausteinen im Erbgut. Letztlich ist es doch so, dass am Ende immer eine politisch-gesellschaftliche Entscheidung stehen muss, eine neue Technik zuzulassen oder zu verbieten.

Liegt nicht als nächstes eine Geschichte über Chancen und Gefahren durch lernende Systeme und Künstliche Intelligenz (KI) nahe?
Die läge nahe. Und übrigens denken auch viele, dass ich daran arbeite. Doch inzwischen mordet KI ja selbst schon im „Tatort“-Krimi. Gleichwohl beschäftigt mich das Thema massiv, aber noch sehe ich Auswirkungen, die mich interessieren, eher als Science Fiction. Mein nächstes Buch widme ich der Künstlichen Intelligenz also nicht – oder wer weiß?

Konkret an welchem neuen Buch arbeiten Sie?
(lacht) Das sage ich nicht! Ich arbeite an mehreren Themen. Welches sich für mein nächstes Buch eignet, muss sich noch erweisen. Erscheinen wird es voraussichtlich Ende 2018 oder spätestens 2019.

Wie wichtig sind für ein profitables Auskommen durchs Schreiben die Platzierungen in Bestseller-Rankings? Und welche zählen für Sie als echte harte Währung?
Im deutschsprachigen Raum sicher die „Spiegel“-Bestseller-Liste. Es ist nicht unwichtig, in solchen Listen vertreten zu sein, weil der Handel darauf schaut. Diese Art von Visibilität ist also befördernd. Allerdings sollen Buchverlage die Sticker mit Bezug zum Bestseller-Ranking nur noch gegen Bezahlung nutzen dürfen. Vielleicht sollten die Verlage umgekehrt überlegen, besser Geld für das Bestseller-Ranking-Logo auf unseren Büchern zu nehmen.

Berichten Sie bitte am Beispiel über das Auf und Ab in solchen Rankings.
„Blackout“ ist als Hardcover gut gestartet. Nach ein paar Wochen ist es aus dem Ranking hinausgeflogen. Später durch den Verkauf über Mund-zu-Mund-Propaganda wieder hineingekommen. Mit dem Taschenbuch hat der Titel dann ab 2013 eine erfreuliche Entwicklung genommen bis zu 1,5 Millionen verkauften Exemplaren nur im deutschsprachigen Raum. Mundpropaganda halte ich also für die wichtigste Verkaufsförderung. „Zero“ und „Helix“ haben übrigens an den „Blackout“-Erfolg angeschlossen.

Erachten Sie das Bezahlsystem der Verlage für Buchautoren als gerecht?
Was heißt schon gerecht? Für Bestseller-Autoren kann man über alle Formate hinweg grob einen zehnprozentigen Anteil des Verkaufspreises rechnen. Ein Taschenbuch, das sich 5.000 Mal verkauft, macht also keinen Autoren reich. Nach fünf Jahren gutem Verkauf von „Blackout“ kann ich vernünftig von den Einkünften leben. Hier in Österreich gibt es vielleicht eine Handvoll von Autoren, die vom Schreiben gut leben können. Viele verdienen sich zusätzlich ihr Geld durch Lesungen, die sehr zeitraubend sind, mit journalistischen Texten oder mit Werbung. Ich sehe mich in einer glücklichen, privilegierten Situation.

Sagt die Zahl verkaufter Bücher oder auch Musikträger etwas über die Qualität aus?
Dazu müsste mir jemand Qualität definieren. Schließt Qualität beispielsweise Popularität aus? Ein Kriterium ist nach meiner Einschätzung, dass ein Buch etwas Neues im Leben aufzeigen muss. Das kann auch von einem Wissenschaftler kommen. Verkaufszahlen sind nur ein Zeichen dafür, dass viele Leute mein Buch lesen wollen. Besonders wenige Verkäufe sind deshalb aber auch kein Indiz für besonders hohe Qualität. Die Unterscheidung zwischen ernsthafter und unterhaltender Literatur, die vor allem im deutschen Raum ins Feld geführt wird, interessiert mich nicht. Neulich las ich in einer Besprechung über Juli Zehs neues Buch diese seltsame Frage: „Ist das schon Genre?“ Solche seltsamen Argumente gibt es übrigens in beide Richtungen.

Das Gespräch mit dem Buchautor führte „return“-Chefredakteur Thorsten Garber in dessen Heimatstadt Wien. Weitere Passagen aus dem exklusiven Interview lesen Sie ausführlich in der aktuellen Ausgabe return 01/18 unseres Magazins.

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Die Wirtschaft ist seit geraumer Zeit gezeichnet von Nachrichten aus der Automobilbranche: Elektroautos, Diesel, Veränderungen. Turnaround-Experte Marc-Rene Faerber befasst sich seit Jahren schon mit Umstrukturierungen in der Autobranche und erklärt im Interview, welche Schwierigkeiten sich dahinter verbergen. Am 7. und 8. Juni 2018 wird er dazu auf dem Turnaroundkongress ebenfalls einen Vortrag halten.

Marc-Rene Faerber ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Struktur Managing Partner. Bild: © Struktur Management Partner
Marc-Rene Faerber ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Struktur Managing Partner. Bild: © Struktur Management Partner

Stellt die Autobranche in Bezug auf Turnaround-Management eine Herausforderung dar?
MARC-RENE FAERBER: Ja, und zwar in vielerlei Hinsicht. Zum einen steht die Branche als Ganzes vor dem größten Umbruch Ihrer Geschichte. Der Wandel zur Elektrifizierung bedeutet für die Hersteller von Motor & Getriebe, dass bis zu 90 Prozent der derzeitigen Wertschöpfungskette betroffen sind.

Daher stellt sich für viele Zulieferer neben den üblichen Herausforderungen der Restrukturierung die Frage, ob Ihr Geschäftsmodell in den nächsten Jahren noch Bestand hat. Verstärkt wird der Veränderungsdruck durch die anhaltende Globalisierung und die neuen Anforderungen der OEMs nach einem gut ausgebauten Global Footprint der Zulieferer. Diese Veränderungen gehen einher mit einem hohen Investitionsbedarf in naher Zukunft. Dies setzt eine starke Finanzkraft der Unternehmen voraus. Eine grundsätzliche Weiterentwicklung/ Ausweitung des Mindsets von Management und Mitarbeitern ist zudem essentiell, um aus interner Unternehmenssicht auf den Wandel reagieren zu können.

Was macht ein Best-Case-Szenario für einen Turnaround in der Autobranche aus?
Ein Best-Case-Szenario für einen Turnaround zeichnet sich dadurch aus, dass durch die erfolgreiche Umsetzung von nötigen Maßnahmen eine finanzielle Basis für die zukünftigen Herausforderungen geschaffen wird. Das bedeutet, dass der Cash-flow aus dem Kerngeschäft wieder solide ist und nachhaltig positive Ergebnisse erzielt werden. Zudem können dadurch die Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells und eine zielgerichtete Unternehmensführung sichergestellt werden. Das heißt beispielsweise, dass Zulieferer, ihr Geschäftsmodell angepasst und neue Kompetenzen aufgebaut haben, die aufgrund des Strukturwandels und der Megatrends in der Automobilindustrie in Zukunft unerlässlich sein werden. Diese Kompetenzen sind zum einen technologischen Ursprungs, betreffen zum anderen aber auch das Leistungsspektrum, wie zum Beispiel die Ausweitung und Anpassung durch beispielsweise der Erweiterung der Produkte um ergänzende Serviceleistungen, und auch das Skillset der Mitarbeiter.

Wie lauten die Schritte zum erfolgreiche Turnaround in der Autobranche?
Folgende Schritte sind für eine erfolgreichen Turnaround bei Automobilzulieferern erforderlich:

  • Durchführung der klassischen Restrukturierungsmaßnahmen zur Stabilisierung des derzeitigen Kerngeschäfts: Vertrauen bei bestehenden Stakeholdern wiederherstellen, insbesondere OEMs (Kunden), Finanzierern und Belegschaft
  • Überprüfung des Geschäftsmodells auf dessen Zukunftsfähigkeit, Festlegung der strategischen Handlungsoptionen und Erarbeiten der sich daraus ergebenden Handlungsnotwendigkeiten, insbesondere auch im Hinblick auf die Führung des Unternehmens
  • Sicherstellung der Finanzierung der notwendigen Investitionen für die Zukunft und der Kosten des Transformationsprozesses
  • Enge Einbeziehung der Mitarbeiter in den Veränderungsprozess durch wirkungsvolles Veränderungsmanagement, ggf. Veränderung der Unternehmenskultur (dies ist ein sehr schwieriger Prozess)

Marc-Rene Faerber ist Geschäftsführer der Unternehmensberatung Struktur Managing Partner und weist eine langjährige Beratungspraxis in über 60 Mandanten im Turnaround-Management deutscher Mittelständler auf. Seine Schwerpunkte liegen in der Konzeption und Umsetzung von Turnaround- und Wachstumskonzepten. Er ist verantwortlich für das Branchencenter Anlagen- und Maschinenbau und ist zudem in den Branchen Entwicklungsdienstleistung und Automobilzulieferung zu Hause. Beim 7. Turnaroundkongress 2018 wird Faerber einen Vortrag zum Thema „Turnaround-Management in der Autobranche“ halten.

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Mit dem Kauf des jungen Fintech-Start-ups Lendico, ist ING Diba in die Fintechszene vorgedrungen. Eine Entwicklung, die zu einem Trend der Fintechübernahmen führen könnte. Im Gespräch mit Fintech-Experte Tobias Baumgarten von „about Fintech“ werden Trends der Szene und spannende Entwicklungen deutlich.

Die Fintechszene: spannend und im rasanten Wandel. Bild: ©monito (www.monito.com)/flickr
Die Fintechszene: spannend und im rasanten Wandel. Bild: ©monito (www.monito.com)/flickr

ING Diba schnappt sich ein Finanz-Startup

Erst kürzlich kaufte die ING Diba das Berliner Finanz-Startup Lendico, ein Spezialist für Marketplace Lending, bei dem Kredite über Marktplätze vergeben werden. „Der Kauf war eine günstige Gelegenheit für die ING, sich fertige Technologien zu kaufen“, bestätigt Tobias Baumgarten, Fintech-Experte und Gründer des Onlinemagazins About Fintech. Bisher habe das junge Unternehmen Lendico wenig Nutzer und sei somit nicht lebensfähig. Dennoch kann die ING von der technischen Basis profitieren. „Die Kooperation mit Scalable Capital hat gezeigt, welche Vertriebsmacht die ING auf eine Fintech-Plattform bringen kann“, so Baumgarten.

Lendico selbst spezialisiert sich auf Darlehen für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU), die viel komplexer und individueller sind, als Kredite für große Unternehmen. Diese lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad ohne persönlichen Kundenkontakt kalkulieren und massenweise übers Internet vertreiben. „80% der Darlehen lassen sich über eine solche standardisierte Plattform kostengünstig abwickeln. Das kennt die ING ja schon aus dem Online-Geschäft mit privaten Baufinanzierungen. Alles, was Non-Standard ist, bleibt dann eben außen vor und geht an die klassischen Banken im (teureren) Individualgeschäft“, erklärt Baumgarten.

Fintech-Trends 2018: Was kommt, was geht?

Die Entwicklung innerhalb der Fintech-Branche ist spannend. Mehr und mehr Unternehmen springen auf den Digitalisierungszug auf und entwickeln smarte und neuartige Produkte, die das sonst so klassische Banking und Finanzwesen einfacher und übersichtlicher gestalten. Seien es Apps, die alle Konten miteinander verbinden oder Zahloptionen großer, internationaler Unternehmen – die Branche ist im Umbruch und an Entwicklungen kaum zu überblicken. Vor allem werde es weitere Entwicklungen im Bereich der Kryptowährung geben, vermutet Tobias Baumgarten. „Nach dem großen Hype rund um den Jahreswechsel könnte der Markt in diesem Jahr reifen. Futures auf den Bitcoin waren ein Anfang, Konkretisierung zur Regulatorik durch die Aufseher ein weiterer Schritt. Wenn sich die Kurse ein Stück weit beruhigen und die Bedienbarkeit vereinfacht wird, könnte es hier interessante Entwicklungen geben.“, so Baumgarten.

Zögern bei den traditionellen Banken

Entgegen der rasanten Entwicklung innerhalb der jungen Start-ups, zägern viele traditionelle Banken noch davor, sich der Digitalisierung hinzugeben und dem Vorbild der Start-ups zu folgen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass neun von zehn Start-ups scheitern und dies dem Ruf einer etablierten Bank schaden könnte. „Andererseits,“ so Baumgart, „sind sich viele Vorstandsetagen gefühlt der Bedeutung der Digitalisierung nicht vollends bewusst.“ Damit bezieht er sich auf den Fakt, dass viele Bänker die Wichtigkeit der Digitalisierung sehen, sie jedoch auf eine App reduzieren und selten das Große Ganze, die wichtige Transformation dahinter, nicht erkennen.

“Die Spreu wird sich vom Weizen trennen“

Die Fintech-Branche ist lebendig und vollzieht einen rasanten Wandel. return hat Tobias Baumgarten nach seinem Blick in die Zukunft gefragt und eine klare Antwort bekommen: „Die Spreu wird sich vom Weizen trennen. Einige wenige Fintechs starten groß durch und werden selbst zu etablierten Playern auch im Endkundengeschäft. Das ist das eine Prozent. Ein paar mehr werden zu erfolgreichen White-Label-Lieferanten für Banken und neue Wettbewerber. Den Großteil der Fintechs dürfte es aber vom Markt fegen, weil einerseits die Markteintrittsbarrieren immer größer werden und andererseits die großen Internetplattformen die PSD2 nutzen werden, um in den Finanzsektor zu drängen. Die Plattformen sind der Big Fish, der die kleinen Fintech-Piranhas auffressen wird.“

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40 Prozent der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland fürchten Cyber-Risiken. Hackerangriff oder Datenklau zählen sehen sie zu den größten Gefahren für ihren Betrieb. Dennoch arbeitet jede fünfte Firma noch ungeschützt, jedes dritte Unternehmen verzichtet auf regelmäßige Datensicherung. Versicherungsschutz genießen die allerwenigsten.

Hackerangriffe oder Datenklau zählen die meisten Befragten zu den größten Gefahren für ihren Betrieb. Bild: (c) VRD – Fotolia

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle „Gothaer KMU-Studie 2018“. Die Versicherung ließ im Januar gut 1.000 Personen in kleinen und mittleren Unternehmen (bis zu 500 Mitarbeiter) aus 21 Branchen online befragen.

Ein Drittel hält Cyber-Angriff für wahrscheinlich

Danach halten 37 Prozent der Befragten es für wahrscheinlich, dass ihr Unternehmen von Cyber-Kriminalität betroffen sein könnte. Zum Vergleich: Frühere Studie der Gothaer zeigen für 2017 einen Anteil von 34 und 2015 von 30 Prozent. Die Sorge wächst also – und ist berechtigt. Denn laut jüngster Umfrage war bereits jedes fünfte Unternehmen (19 Prozent) Opfer eines Hackerangriffs, Trojaners oder Datendiebstahls.

Vorsicht wäre also geboten. Doch laut Studie klaffen „weiterhin eklatante Lücken“: Jedes fünfte Unternehmen verzichtet noch immer auf Virenschutz, jedes Vierte hat keine Firewall, fast ein Drittel führt keine regelmäßigen Backups durch. Einen Versicherungsschutz für Cyber-Schäden haben laut Gothaer aktuell 13 Prozent (2017: neun Prozent, 2015: sieben Prozent) der Unternehmen.

Risiko-Bewusstsein steigt von Jahr zu Jahr

„Unsere Studien zeigen, dass das Risikobewusstsein und die Angst vor Cyber-Angriffen bei den kleineren und mittleren Unternehmen seit Jahren steigen. Das Risiko, selbst von einem Hackerangriff, Datendiebstahl oder Virenbefall betroffen zu sein, ist von den Unternehmen erkannt. Gleichzeitig wird die Absicherung durch eine Cyber-Police immer noch zu selten genutzt. Wir spüren aber bei jedem öffentlichkeitswirksamen Hackerangriff eine deutlich steigende Nachfrage nach Cyber-Policen“, so Frank Huy, Leiter Financial Lines bei der Gothaer.

Assistance-Leistungen im Schadensfall besonders wichtig

Was wäre den Unternehmen beim Abschluss einer Cyber-Versicherung besonders wichtig? Auf diese Frage antworten 53 Prozent Assistance-Leistungen im Schadenfall wie Datenwiederherstellung und Krisenberatung, 45 Prozent finden ein 24-Stunden-Notfalltelefon wichtig, 41 Prozent möchten Prävention wie Risiko- und Schwachstellen-Analysen, für 33 Prozent ist die Beitragshöhe entscheidend und für 32 Prozent der flexible Versicherungsschutz ein wichtiges Thema, so die Ergebnisse der Umfrage.

Sorge um Computersysteme und Daten nimmt weiter zu

Die Digitalisierung schreitet insbesondere in größeren Firmen voraus. Entsprechend steigt die Wertschätzung von EDV und Daten. Folglich sieht ein Drittel der Befragten (37 Prozent) ihre Computersysteme und Daten als wertvollste Ressource; hier würde ein Schaden die größten Verluste verursachen. An zweiter Stelle folgen Gebäude und Maschinen mit je 18 Prozent. Die Gothaer bietet inzwischen Cyber-Policen auch für kleinere Betriebe an.

Hinweis
Das aktuelle Magazin return, Heft 1/18, widmet sich mit einem Schwerpunkt im Ressort „Hintergrund & Wissen“ dem Thema. Lesen Sie hierzu: „Vorsicht, Verwundbarkeit!“ von Rolf Oppliger (S. 62ff) sowie das Interview mit Bestseller-Autor Marc Elsberg „Mehr IT-Sicherheit kann ein starkes Asset sein“ (S. 66ff). Außerdem findet sich in der Ausgabe 02/17 im Schwerpunkt „Banken und Versicherungen“ ein Beitrag „Risiken schwer vorstellbar“ mit Gothaer-Chef für Unternehmenskunden, Florian Knackstedt (ab S. 22ff).

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